Sport ist Mord?!

Ich sage es ja fast nur ungern, aber: Ich bin unter die Sportler gegangen.

Nein, ich bin nicht plötzlich Leistungssportler geworden oder auch nur das, was man als sportlich bezeichnen würde. Aber seit einiger Zeit gehe ich regelmäßig in ein Fitnessstudio und trainiere. Und das Schlimmste: Es war meine Idee!

Aber mal von Anfang an. Eines schönen Tages saß ich so bei meinen Schwiegereltern und sprach mit meinem Schwiegervater darüber, wie cool es wäre, wenn der Lieblingsmann, mein Schwager, dessen Freundin und ich regelmäßig Sport treiben könnten. Diese Schnapsidee kam natürlich nicht von ungefährt. Mein Schwiegervater kennt die Besitzerin eines Fitnessstudios hier bei uns im schönen Ruhrpott. Und weil er verdammt begeistert von meiner Idee war (wir vier sind aber auch alle unsportlich), hat er mit ihr gesprochen und seit dem 1. September dürfen wir dort trainieren.

Der Lieblingsmann und ich, wir haben vor einiger Zeit also einen Trainingsplan dort erstellt (Herzliche Grüße an dieser Stelle an die wunderbare Martina!) und trainieren seitdem drei Mal die Woche. Und fuck, es macht verdammt viel Spaß! Ich war auch immer eher die Couchpotato, doch seit ich aus dem Einzelhandel weg und beruflich am Schreibtisch angekommen bin, merke ich, wie ich immer unsportlicher wurde. Ich hatte kaum noch Ausdauer, war körperlich generell in keiner guten Verfassung mehr.
Da kam das Angebot meines Schwiegervaters gerade recht.

Ich merke wirklich, wie sich etwas verändert. Ich habe jetzt schon wieder mehr Ausdauer, ich plane die Besuche im Fitnessstudio in meine Tages- und Wochenplanung ein, ich freue mich tatsächlich darauf. Ich fühle mich nach kurzer Zeit schon fitter und besser. Okay, jetzt klinge ich wie eine billige Werbesendung für Sport. Lassen wir das.

Zu meinem Training: Ich fange an mit 10 Minuten aufwärmen, meistens auf dem Crosstrainer. Das ist zwar nicht sonderlich gelenkschonend, da ich aber den ganzen Tag sonst nur am Schreibtisch sitze, ist das ein guter Ausgleich für mich. Dann geht es an die Geräte, zum Krafttraining. Ich trainiere alle Muskelgruppen: Beine, Rücken, Brustmuskulatur, Arme nochmal gesondert und Bauch. Zu guter Letzt schließe ich mit einer 20-minütigen Ausdauereinheit, entweder am Crosstrainer oder auf dem Fahrrad oder auf dem Laufband ab.
Mein Tipp: Lasst euch von den netten Menschen in eurem Studio einen auf euch zugeschnittenen Trainingsplan erstellen. So habt ihr die Möglichkeit, euch alle Übungen erklären und zeigen zu lassen, könnt ausprobieren, was am besten zu euch und euren Bedürfnissen passt und dann die Übungen auswählen, welche euch am meisten Spaß machen. Denn auch beim Sport sollte der Spaß nicht zu kurz kommen!

Ich habe außerdem die Erfahrung gemacht, dass gute Musik einem unfassbar beim Sport hilft. In den meisten Studios läuft ja sowieso Musik, die finde ich aber unfassbar langweilig. Ich habe deshalb immer mein Handy und Kopfhörer dabei und höre meine eigene Musik. Vor allem Metal, zum Beispiel von Tell You What Now hat sich da bewährt. Für mich muss die Musik laut, hart und kraftvoll sein, um mich wirklich zu motivieren. Aber: Sucht etwas aus, was zu euch passt, was euch motiviert, Leistung zu bringen. Dann macht der Besuch im Fitnessstudio auch Spaß!

Natürlich weiß ich, dass das Fitnessstudio nicht für jeden etwas ist. Mir macht es Spaß, aber andere gehen vielleicht lieber regelmäßig schwimmen, im Wald laufen oder machen zu Hause Eigengewichtsübungen. Das ist vollkommen in Ordnung. Für mich ist das Studio jedenfalls die beste Alternative, um regelmäßig Sport zu treiben.

So, und wer jetzt wissen möchte, in welchem Studio ich trainiere, der schaue auf mein Instagram-Profil (Stichwort hippes After-Workout-Selfie) oder melde sich privat bzw. mit einem Kommentar und E-Mail-Adresse bei mir.

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

Introvertiert vs. Extrovertiert

Hi, ich bin introvertiert.
Was, du bist schüchtern? NEIN!

Laut Wikipedia sind „Introversion und Extraversion […] zwei Pole einer Persönlichkeitseigenschaft, die durch die Interaktion mit der Umwelt charakterisiert wird.“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Introversion_und_Extraversion) Introvertierte Menschen richten ihre Energie dementsprechend stärker nach innen, extrovertierte Menschen eher nach außen. Das hat nichts, ich wiederhole, nichts mit Schüchternheit zu tun. Nur, damit wir was direkt vom Tisch haben.

Ich gehöre also eher zu den introvertierten Menschen. Doch was bedeutet das jetzt konkret? Ich bin nicht schüchtern, weiß Gott nicht. Ich kann auf Menschen zugehen, lerne schnell neue Leute kennen und habe auch kein Problem damit, meine Meinung zu sagen. ABER, und das ist der springende Punkt: Manchmal brauche ich Zeit ganz für mich. Introvertierte Menschen schöpfen Energie daraus, allein zu sein. Extrovertierte hingegen brauchen dafür Gesellschaft.
Wenn ich also zu lange bzw. zu häufig mit zu vielen Menschen zu tun habe, fühle ich mich erschöpft, ausgelaugt und brauche erstmal wieder Ruhe, um neue Kraft zu tanken. Das ist erstmal nichts dramatisches, wird aber schwierig, wenn plötzlich sehr viele Menschen etwas von dir wollen, sei es privat, in der Uni oder im Berufsleben. Selbst den Lieblingsmann habe ich schon das ein oder andere Mal deswegen vor den Kopf gestoßen.

Versteht mich bitte nicht falsch: Ich liebe meine Familie und meine Freunde. Ich treffe mich gern mit ihnen, bin durchaus ein geselliger Mensch. Aber eben nicht 24/7. Ich bin noch heute mit einigen ehemaligen Arbeitskollegen verabredet und freue mich darauf. Ich freue mich aber genauso darauf, morgen nicht so viele Menschen um mich zu haben. Um dann Freitag nochmal ordentlich durchzustarten.

Ich genieße es, allein zu sein. Das klingt, wenn man es so liest, ziemlich traurig, oder? Ist es gar nicht. Es tut mir wirklich gut, allein zu sein. In dieser Zeit höre ich laut Musik, schaue alberne (oder auch gehaltvolle) YouTube-Videos, schreibe für den Blog. Und wenn ich dann Kraft geschöpft habe, verbringe ich Zeit mit Menschen. Natürlich genieße ich es auch, mit Freunden unterwegs zu sein. Dann sind wir aber in aller Regel nicht mehr als sechs Leute auf einmal. Und das reicht mir. Je mehr Menschen ich um mich habe, desto anstrengender wird es für mich.

Was mich zu einem weiteren Problem bringt: Das Arbeitsleben. Ich habe ja bekanntlich einen Job. Ich gehe also zwei Mal die Woche in’s Büro. Und was soll ich sagen? Je mehr Menschen gleichzeitig da sind, desto anstrengender finde ich es. Neulich waren wir gerade einmal zu viert bzw. zu dritt. Ihr glaubt gar nicht, wie angenehm das für mich war! Ich war unfassbar produktiv und hatte Spaß mit meinen Kolleginnen! Wenn wir aber 12 Leute gleichzeitig sind, wird’s für mich schon schwerer, mich zu konzentrieren. Zum Glück sind wir dann auf drei Büros aufgeteilt.

Eine weitere Schwierigkeit, mit der introvertierte Menschen zu kämpfen haben: Absagen. Zu große Events wie riesige Partys sind für Menschen wie mich anstrengend. Ich wäge daher genau ab, ob es für mich oder jemanden, der mir nahe steht, wichtig ist, dass ich dort erscheine, oder ob ich es auch sein lassen kann. Natürlich würde ich niemals die Geburtstagsparty eines meiner Freunde absagen. Aber ich muss gestehen, dass ich schonmal eine große Party einer losen Bekannten abgesagt habe, weil ich Ruhe brauchte. Das ist nicht besonders schön, aber notwendig, damit es mir gut geht.
Ebenfalls zum Thema absagen gehört, dass ich mich leider zu selten bei den mir nahe stehenden Menschen melde. Meine Mutter bekommt das am häufigsten zu spüren, aber auch Freunde sind betroffen. Euch sei an dieser Stelle gesagt: Ich liebe euch sehr, seid mir nicht böse, wenn der nächste Anruf mal wieder auf sich warten lässt!
Ich kann das nur manchmal einfach nicht, weil ich die Ruhe und das Alleinsein brauche. Wie bereits erwähnt, habe ich damit auch meinen Lieblingsmann schon vor den Kopf gestoßen. Wenn er nämlich gern zusammen einen Film oder so ansehen würde, ich aber Ruhe brauche, sage ich das ganz klar. Das endet dann oft darin, dass er den Film alleine sieht und ich im Schlafzimmer bin und Musik höre. Oder etwas lese. Das ist für mich in dem Moment einfach besser, obwohl es mir für ihn natürlich leid tut. Aber er kennt mich, er weiß, wie ich bin und hat sehr viel Verständnis dafür. Und ihr glaubt gar nicht, wie dankbar ich dafür bin!

Wenn also mal wieder einer eurer Freunde eine große, fette Party absagt oder zwei Wochen nichts von sich hören lässt: Seid nicht sauer. Vielleicht ist er ja, wie ich, introvertiert und musste einfach mal wieder Kraft tanken. Es hat in den allermeisten Fällen nichts mit euch zu tun!

Leider kann ich zu der Persönlichkeit von extrovertierten Menschen nicht viel sagen, da ich ja schlecht in andere hineinschauen kann. Wer also davon berichten möchte, ist in den Kommentaren herzlich dazu eingeladen.

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

Das Internet ist für uns alle Neuland

… oder so.

Aber wusstet ihr, dass ich zu einer aussterbenden Art gehöre? Ich bin, mit meinen 26 Lenzen, eine der letzten, die sich noch an eine Zeit ohne Internet erinnern kann! (Hier dramatische Musik einfügen). Das ist einerseits toll, andererseits aber auch ein bisschen beängstigend.

Zum Einen ist es natürlich super: Ich weiß noch, wie es wahr, als nicht jeder ein Handy hatte, als wir noch bei den anderen Klingeln mussten, um zu fragen, ob sie rauskommen. Als man nur auf dem Festnetz-Telefon anrufen konnte, nicht fragen musste „Wo bist du?“ und nur so lange telefonieren durfte, wie niemand sonst das Telefon brauchte. Ich weiß noch, wie es war, als man Informationen über etwas aus einem Buch bekam und nicht alles in fünf Minuten ergoogelt hatte. Ich erinnere mich noch an eine Zeit, in der man abends Nachrichten schauen musste, um zu wissen, was in der Welt so los war. Ich weiß noch, wie es war, als man nicht Opfer der Reizüberflutung wurde. Ich kenne noch das Geräusch, das ein Modem gemacht hat, als es sich in’s Internet eingewählt hat. Und sobald jemand telefonieren musste, musste man aus dem Internet rausgehen, weil beides gleichzeitig gar nicht möglich war!
Alles in allem klingt das doch ganz gut, oder? Tja, für jemanden aus meiner Generation (oder älter) schon. Für jüngere Menschen ist das alles vermutlich die absolute Horrorvorstellung.

Natürlich mag ich das Internet. Sonst würde ich wohl kaum bloggen. Und natürlich mag ich mein Handy. Ich kann von überall alle Informationen abrufen, die ich gerade benötige. Kann Fahrpläne, das Wetter in drei Tagen und das aktuelle Kinoprogramm einsehen, ohne auch nur einen Schritt zu tun. Ich kann Dinge online kaufen und bin jederzeit mit Tausenden Menschen vernetzt. Ich blogge, twittere, facebooke, instagrame, google, whatsappe und so viel mehr! Ich arbeite sogar im Internet, ich verdiene damit derzeit mein täglich Brot.
Aber, und das ist das gute, wenn man noch weiß, wie es ohne war: Ich kann das alles auch lassen. Und da kommen wir zu dem beängstigenden Teil.

Ich war neulich mit einigen Freunden essen. Wir saßen also zu sechst so roundabout zwei Stunden gemütlich zusammen, es gab Burger und wir haben gequatscht. In diesen zwei Stunden haben genau zwei von uns ihr Handy benutzt: Einer hat eine SMS geschrieben, der andere hat kurz etwas nachgeschaut. Alle anderen haben ihre Handys die ganze Zeit über in der Tasche gelassen. Und es war ein toller Abend! Natürlich gibt es keine Selfies, keine Tweets und auch sonst nichts, was uns an den Abend erinnert – außer unseren Erinnerungen.
Am Ende des Abends sagte eine Freundin zu mir „wir schreiben“. Und ja, verdammt, das tun wir! Wir verabreden uns via WhatsApp zu unserem nächsten Treffen. Weil es einfach und unkompliziert ist. Wir halten uns in der Zwischenzeit über diese App auf dem Laufenden, was so los ist bei uns.
Ich kann mir gut vorstellen, dass viele 16-jährige bei dieser Vorstellung kreidebleich werden. KEINE SELFIES?! werden sie fragen. Ja, keine Selfies. Ich brauche keine Selfies, ich weiß auch so, wie meine Freunde aussehen. Ich weiß auch so, wie toll der Abend war und worüber wir gequatscht haben.

Beängstigend finde ich nun die Vorstellung, dass alle nach mir kommenden Generationen das nicht mehr so entspannt genießen können. Dass sie immer das Handy in Reichweite brauchen, Fotos machen und sich online vergewissern müssen, dass diese schön sind. Dass sie Panik bekommen, wenn sie das Handy mal für eine gewisse Zeit nicht benutzen können oder dürfen. Dass sie Angst haben, dass das Internet einmal ausfallen könnte. In der Bibliothek meiner alten Schule hingen Plakate mit dem Spruch „Schock deine Eltern, lies ein Buch“. Dieser Spruch trifft, meiner Ansicht nach, heute mehr zu denn je. Auch wenn ich niemanden kenne, der das Wort ‚Smombie‘ (Jugendwort des Jahrs 2015) wirklich benutzt, steckt in der Bedeutung dahinter doch mehr Wahrheit, als man glauben möchte.

Dazu noch eine kleine Anekdote: Ich war letztes Jahr mit dem Lieblingsmann in London. Wir haben eine Tour durch das Stadion des Fußballvereins Arsenal gemacht. Dort war auch eine Schülergruppe. In der Heim-Umkleide sind wir mit dieser Gruppe zusammengetroffen. Und es war durchaus ein Clash of cultures. Die Kinder (so um die 14 Jahre alt) waren alle mit Selfie-Sticks bewaffnet (die bekloppteste Erfindung, seit es Fotografie gib) und knipsten sich mit den heftigsten Duck Faces, die ich je gesehen habe. Wir haben dann extra eine Weile gewartet, um nicht wieder auf die Kids zu treffen, weil diese Fotosucht, dieses immer-on-sein-müssen absolut nervtötend war. Natürlich haben wir auch Fotos gemacht, von Per Mertesackers Platz in der Umkleide (das war der mit der Eistonne) und vom Blick von der Ehrenloge auf’s Spielfeld. Als Andenken, mit einer Spiegelreflexkamera. Nicht mit unseren Gesichtern drauf als Selfie. Denn das war uns eindeutig zu blöd.

Also, Kinners: Raus an die frische Luft mit euch! Ich sage nicht, ihr sollt das Handy zu Hause lassen, denn das wäre Humbug. Ihr könntet es im Notfall durchaus gebrauchen. Aber ich sage, lasst es in der Tasche! Nehmt wahr, was um euch herum geschieht, habt Spaß mit euren Freunden, nicht nur virtuell!

Ich verteufle das Internet nicht, dazu habe ich kein Recht. Und ich kann verstehen, dass es eine einfache Möglichkeit der Informationsbeschaffung bietet und wirklich praktisch ist, um mit Freunden, die z.B. weiter weg wohnen, in Kontakt zu bleiben. Dafür nutze ich selbst das Internet und mein Handy mit seinen Apps auch. Aber ich bin absolut dafür, auch mal Dinge ohne Handy, ohne Internet, ohne ständige Vernetzung zu machen.
So, das war mein Wort zum, äh, Sonntag. Oder so. Keine Ahnung, wann ihr das lest.

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

 

Malta Museum Guide

Hallo und Herzlich Wilkommen zum letzten Teil meiner Malta-Reihe. Heute beschäftigen wir uns mit interessanten Museen auf den Maltese Islands. Einziges Kriterium für diese Auflistung: Der Lieblingsmann und ich müssen das Museum bereits besucht haben. Im Folgenden erzähle ich euch also etwas über vier verschiedene Museen auf Malta (sie sind alle auf der Hauptinsel) und im Anschluss gibt’s noch ein paar kleine Tipps für euren Museumsbesuch! Übrigens kann ich diese Museen auch jedem empfehlen, der eigentlich nicht auf Museen steht und das total langweilig findet.

  • Toy Museum in Valletta. Das Museum ist relativ klein und kostet dafür auch nur rund 2,50€ Eintritt. Wie der Name schon sagt, sind in diesem Museum Spielzeuge aller Art ausgestellt. Alle Exponate sind aus der persönlichen Sammlung des Besitzers und sind in über 30 Jahren angesammelt worden. Das Museum ist wirklich liebevoll gestaltet und läd zum nostalgisch werden ein.
  • National War Museum in Valletta. Nicht zu verwechseln mit dem Malta at War Museum (s.u.). Der Eintritt kostet hier um die 10€ pro Person, dafür bietet das Museum eine Vielzahl an Exponaten aus den verschiedensten Kriegen, an denen Malta direkt oder indirekt beteiligt war. Dem Besucher bietet sich hier also nicht nur ein Blick auf die Politik im Land, sondern auch die geschichtliche Entwicklung seit der Bronzezeit.
  • Das Malta Maritime Museum in Vittoriosa. Wie der Name schon vermuten lässt, geht es hier um die maritime Geschichte Maltas. Der Eintrittspreis beträgt 5€ und dafür bekommt man 7000 Jahre Geschichte zu sehen. Es gibt im Museum sowohl Kunst als auch originale Stücke und Nachbauten von Schiffen zu sehen. Es ist das größte Museum Maltas und beherbergt zum Teil seltene und einzigartige Ausstellungsstücke. Auch, wenn man sich nicht für Seefahrt interessiert, ist dieses Museum definitiv einen Besuch wert.
  • Last but not least, mein bisher liebstes Museum: Das Malta at War Museum in Vittoriosa. Hier kostet der Eintritt 10€ – und das lohnt sich. Das Museum erzählt die Geschichte des zweiten Weltkriegs aus maltesischer Sicht. Wer weiß, dass Malta früher zur britischen Krone gehört hat, kann sich vorstellen, dass Malta eine wichtige Stellung im Mittelmeer, zwischen Italien und Afrika, eingenommen hat. Die multimedial aufgearbeiteten Ausstellungsstücke zeigen, wie die Bevölkerung und die Armee den Krieg erlebt hat. Zu guter Letzt erwartet den geneigten Besucher der Ausstellung noch ein kleiner „Ausflug“ in einen echten Bunker aus dem zweiten Weltkrieg. Beide Daumen hoch für dieses anschauliche Museum!

Wie bereits angekündigt, habe ich nun noch Tipps für euch, wie ihr noch ein bisschen mehr aus eurem Museumsbesuch herausholen könnt.

  1. Wenn es einen geführten Rundgang oder einen Audioguide gibt – nutzt ihn! In den meisten Museen sind diese Guides auch auf Deutsch erhältlich, aber selbst wenn nicht, können sie euch viele interessante und spannende Hintergrundinformationen bieten, die ihr sonst vielleicht nicht bekommen hättet. Vor allem Audioguides sind wirklich nützlich und helfen euch zum Teil, euch im Museum zurechtzufinden. Sie weisen auf spannende Ausstellungsstücke oder Möglichkeiten hin, noch mehr Informationen zu sammeln. Auch, wenn es euch zunächst langweilig erscheint: Macht es!
  2. Falls ihr die Möglichkeit habt, mit dem Betreiber oder dem netten Menschen am Eingang zu quatschen, macht auch das! Vor allem in kleineren Museen bzw. zu Zeiten, zu denen wenig Besucher da sind, haben die Mitarbeiter Zeit, sich mit euch zu unterhalten. Oftmals haben sie selbst spannende Geschichten zu erzählen, da sie den Job meist mit einer gewissen Leidenschaft machen. In jedem Fall unterhalten sich Malteser gern mit Touristen (und nein, sie halten nicht alle Deutschen für Nazis…) und erzählen aus ihrem Leben oder fragen nach Eurem. Die spannendsten Unterhaltungen hatten der Lieblingsmann und ich mit der netten Dame aus dem Toy Museum und mit dem zauberhaften jungen Mann aus dem Malta at War Museum. Bei unserem Besuch in Letzterem hat es nämlich plötzlich angefangen, wie aus Eimern zu schütten – was für Juni in Malta offensichtlich ungewöhnlich ist. Und darüber hat der Lieblingsmann sich dann mit dem Mitarbeiter ausgetauscht. So entdeckt man interessante Facetten an seinem Urlaubsland.

So, das war’s jetzt offiziell mit der Malta-Reihe. Wow. Hat ja auch nur drei Monate gedauert. Ich hoffe, ich habe euch ein paar spannende Tipps geben können und ihr habt wenigstens ein bisschen was mitnehmen können. Ich kann es nur immer wieder betonen: Ich liebe Malta und würde immer wieder zurückkehren!

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

Lieblinge im August

Mal wieder etwas verspätet (Asche auf mein Haupt) habe ich Mitte September dann auch mal meine Lieblinge aus dem August für euch. Viel Spaß!

  1. Musik. Wer hätte das gedacht? Ich habe in letzter Zeit so fucking viel über Musik gebloggt und in den nächsten Monaten stehen wieder einige Konzerte an, über die ich dann natürlich auch schreiben will (unter anderem Fewjar und Tell You What Now), dass ich die Musik hier unbedingt erwähnen muss. Ich lege euch dazu meine letzten Beiträge zum Thema Musik an’s Herz, zu finden hier.
  2. Dinge schaffen. Das klingt erstmal sehr vage, meint aber einfach, dass ich derzeit in den letzten Zügen meines Bachelor-Studiums stecke und endlich Noten einsammle und Arbeiten fertigmache. Immer, wenn ich also wieder was geschafft habe, freue ich mich wie ein Schneekönig. Aber auch Blogbeiträge, private Termine und so weiter lassen mich in Extase ausbrechen, wenn ich sie wieder von meiner To-Do-Liste streichen kann. Es tut einfach gut, zu sehen, wenn man etwas schafft. Ich mag dieses Gefühl!
  3. Soziale Medien. Auch wenn die Bundesmutti sagt, dass das Internet für uns alle Neuland sei, ich bin ja mit dem www aufgewachsen. Und natürlich hat mich das geprägt. Ich habe als Ruhrpottperle sowohl twitter als auch instagram und seit neuestem sogar eine offizielle Facebook-Seite (auch der gaaaanz viel los ist. Nicht.). Dort poste ich Texte und Bilder, die ich interessant und spannend finde, schreibe mit netten Menschen und mache Selfies. Und ich tue es gern. Ich bin gern vernetzt und habe Spaß daran, sachen wie „Das ist 1 naices Buch vong Inhalt her“ zu twittern und die Reaktionen von anderen Internet-Menschen zu sehen. Und mehr soll es auch gar nicht sein, zumindest für mich: Eine Plattform, die Spaß macht.
  4. Frühstück. Das Frühstück ist für mich die beste Mahlzeit des Tages, ich liebe es, zu frühstücken. Vor allem in netten Cafés, mit Freundinnen. Wir können quatschen, Rührei mit Bacon vertilgen und uns über Unsinn kaputt lachen. Danach gehen wir, wenn wir noch Lust und Zeit haben, noch ein wenig shoppen bzw. bummeln und hatten den besten Tag ever! Ich liebe diese Tage, auch wenn sie leider viel zu selten vorkommen.
  5. Zu guter Letzt mal wieder ein Hashtag: #HaltsMaulUndFühlDichSchön. Unter diesem Hashtag habe ich ja schon ein Bild auf instagram gepostet, vielleicht wurde das ja gesehen. Es ist ein ungeschminktes, ungefiltertes Selfie. Der Sinn und Zweck dahinter ist einfach: Du bist schön. Punkt. Ohne wenn und aber, ohne Diskussion. Es greift eine Message auf, die ich schon im Love Yourself-Beitrag propagierte: Du bist wundervoll, egal wie du aussiehst. Oder gerade deshalb. Spread love, not hate!

Das waren meine Top-5 der liebsten Dinge, Menschen, Erlebnisse etc. im August. Ich hoffe, es war interessant.

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

Ausflugstipps auf Malta & Gozo

Heute habe ich für euch Ausflugstipps für euren Malta-Urlaub. Ich habe ja schon erzählt, dass man auf Malta keinen reinen Strandurlaub machen kann bzw. sollte, einfach weil es so viel zu sehen und zu tun gibt. Deswegen geht’s heute rund um genau diese Dinge! In dem nächsten und letzten Beitrag zum Thema Malta geht es dann noch um spannende und interessante Museen.

  • Popeye-Village in Il-Mellieħa im Norden Maltas. Hierbei handelt es sich um das Filmset des Popeye-Films mit Robin Williams und Shelley Duvall in den Hauptrollen aus 1980. Die alten Kulissen und Gebäude sind aufwendig restauriert und zu einem kleinen Freizeitpark umgebaut worden. Der Park ist liebevoll gestaltet und bietet ein grandioses Programm für Jung und Alt. Man kann den Film ansehen, in Pool und Meer baden (Achtung: Feuerquallen-Gefahr!), eine Bootstour machen, an Shows mit Darstellern teilnehmen und und und. Der Lieblingsmann und ich haben fast einen ganzen Tag dort verbracht (bis ich einen kleinen Sonnenstich hatte…) und hatten wirklich viel Spaß. Der Eintritt für Erwachsene hat 14,50€ gekostet und beinhaltete neben dem Parkeintritt, der Nutzung aller Attraktionen eine kleine Bootsrundfahrt, einen kleinen Sangria und eine kostenlose Postkarte.
  • Azure Window auf Gozo. Auch hierbei handelt es sich um eine Filmkulisse. Das Azur Window ist einigen vielleicht ein Begriff aus dem Film Wickie und die starken Männer (Horn von Töle…). Es handelt sich um eine Steinformation an der Küste Gozos, die einfach atemberaubend schön aussieht. Man kann sie vom Land (kostenlos) oder per Boot (ca. 3€) bewundern. Der Lieblingsmann und ich haben das Azure Window zwei Mal gesehen: Einmal vor fünf Jahren, bei Sonnenuntergang, sowohl per Boot als auch an Land und dieses Jahr tagsüber, nur vom Land aus. Es ist einfah atemberaubend schön und sehr romantisch dort! Aber Achtung: Es ist streng verboten, auf dem Azure Window herumzulaufen, obwohl es immer wieder Leute tun. Das kann aber sehr gefährlich werden, denn irgendwann wird dieser Stein auf Grund von Korrosion einstürzen und die Menschen, die sich zu diesem Zeitpunkt auf ihm befinden, in den Tod stürzen. So: be careful!😉
  • Ta’Qali Crafts Village. Das in alten Flugzeug-Hangars eingerichtete Kunsthandwerkerdorf ist eine Attraktion, die ihresgleichen sucht. Sie befindet sich auf Malta, in der Nähe von Rabat. Hier sind auch das National-Stadion und das Malta Aviation Museum (letzteres haben wir nicht besucht). Das Kunsthandwerkerdorf ist wunderschön, man sollte jedoch aufpassen, wo man etwas kauft, weil teilweise auch Billigware angeboten wird. Ein guter Tipp ist, in den kleineren Läden tiefer im Dorf zu kaufen und nicht direkt am Busparkplatz!😉 Generell bekommt man hier aber alles: Glas, Schmuck, Steinwaren, Kunst, Souvenirs, Töpferwaren und und und. Besonders kleine Mitbringsel lassen sich hier gut kaufen.
  • Die Dingli Cliffs an der Westküste Maltas bieten den höchsten Punkt Maltas (253m über NN) und eine wunderschöne Aussicht über das Meer. Hier ist eine absolut traumhafte Fotokulisse geboten. Wenn man von dort aus weiterfährt, kann man direkt noch einen Abstecher zur Blue Grotto machen. Eine kleine Bootstour führt in einige Grotten hinein. Die Blue Grotto lohnt sich vor allem morgens, wenn die Sonne noch in die Grotte scheint, da dann das Wasser wirklich azurblau glitzert.
  • Die Fischerdörfer Marsaskala und Marsaxlokk im Süden der Insel bieten noch echte maltesische Fischerromantik und sind nicht so sehr von Touristen überlaufen wie zum Beispiel Valletta oder St. Julians. Hier kann man an der Promenade entspannen, Kirchen bewundern und echte maltesische Lebensart erleben.
  • Etwas, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte, wenn man Malta besucht, ist, eine Tempelanlage zu besichtigen. Der Lieblingsmann und ich haben das vor fünf Jahren gemacht, auf Gozo. Dort gibt es die Tempelanlage Ġgantija, die wir besichtigt haben. Hier rate ich: Macht eine Führung, lasst euch was über die Eigenarten der Tempel erzählen, die ihr anschaut. Hier gibt’s ganz oft spannende geschichtliche Facts und abstruse Theorien, wie die Anlagen entstanden sein könnten.
  • Ebenfalls auf Gozo sollte man unbedingt die Zitadelle von Victoria besuchen. Diese hohe Befestigung diente seit dem Spätmittelalter als Zufluchtsort für die Einwohner der Stadt. Lange Zeit durfte man sich nachts nicht außerhalb der Zitadelle aufhalten, weshalb Wohnraum sehr begrenzt war. Erst nach 1637 wurde dieses Gesetz aufgehoben und die blühende Stadt entstand. Da Victoria die geografische Mitte Gozos darstellt, hat man von der Zitdelle einen wunderschönen Blick über die Insel. Auch wenn der Marsch nach oben, gerade bei schönem Wetter, recht anstrengend werden kann, sollte man sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen!
  • Die alte Hauptstadt Maltas, Mdina, wird auch als Stille Stadt bekannt. Bereits aus der Ferne ist die Stadt an ihren alten Stadtmauern zu erkennen. Mdina bietet geschichtlich und kulturell sehr viel zu sehen, leider haben der Lieblingsmann und ich noch nicht so viel von der Stadt gesehen, wie wir vielleicht gewollt hätten. Es gibt dort aber das angeblich beste Restaurant der Insel (haben wir noch nicht getestet). Bei unserem nächsten Malta-Trip werden wir Mdina definitiv noch näher besichtigen.
  • Valletta an sich ist ja schon eine absolute Sehenswürdigkeit, doch wenn ich nur eine Sache nennen dürfte, die man in Valletta ansehen muss, dann wäre es die St. John’s Co-Cathedral. Zunächst einmal ist die Kirche wunderschön, sie bietet viele Schätze des Christentums und beherbergt unzählige Grabplatten. Der Lieblingsmann und ich lieben Kirchen und besichtigen sie so oft, wie sich uns Gelegenheit bietet. Doch auch für Menschen, die normalerweise nicht in jedes Gotteshaus rennen, ist die Kathedrale einen Besuch wert.
  • Ebenfalls in Valletta gibt es die Malta Experience, eine audio-visuelle Reise durch die Geschichte des Landes. Es gibt sie in verschiedenen Sprachen, deutsch ist natürlich auch dabei und sie bietet viele interessante Information zu Malta. Sie findet stündlich statt, und kostet 15€. Im Preis inbegriffen ist die „La Sacra Infermeria Tour“, die fast noch spannender ist als die Experience selbst. Bei dieser Tour wird ein altes Militär-Krankenhaus besichtigt, natürlich als geführte Tour. Man lernt hier viel über die Malteser und bekommt spannende Fun Facts gratis dazu. Für mich eine der spannendsten Sachen, die man auf Malta machen kann.

So, das waren sie, meine Must-Do’s auf Malta und Gozo. Wie gesagt, erhalten die Museen (auch in Hinblick auf die Länge des Beitrags) einen eigenen Blogpost, der in den nächsten Tagen online gehen wird.

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

Recap: Silbermond-Konzert

Ein sonniger Tag im August. Der Lieblingsmann und ich sind in Bochum / Witten, beim Zeltfestival Ruhr. Es ist unser zweites gemeinsames Konzert nach Ich und Ich. Es ist mein Geburtstagsgeschenk, ich bin gerade 19 geworden. Wir stehen in der ersten Reihe und feiern die Band richtig ab. Wir schwitzen, wir tanzen, wir tragen Steffi über unseren Köpfen zum Mischpult und zurück. Es ist schön.

Zeitsprung: Sieben Jahre später. Gleiche Zeit, gleicher Ort, das gleiche Paar. Wir sind nun verheiratet und wieder bei einem Silbermond-Konzert. Dieses Mal habe ich dem Lieblingsmann die Karten zum Geburtstag geschenkt. Wir stehen in der Mitte des Zeltes, direkt an Mischpult und Mittelbühne. Bei „Das Beste“ liegen wir uns in den Armen. Es ist schön, vielleicht sogar noch schöner als vor sieben Jahren.

Wir haben das Konzert wirklich sehr genossen, wenn es beim ZFR auch wesentlich verrückter war als noch vor sieben Jahren. Der Grund: Nein, nicht brutale Killerspiele, sondern: Die Lochis! Mit ihrem Debütalbum #Zwilling treten sie am selben Abend (allerdings zwei Stunden früher) auf dem gleichen Festival auf wie Silbermond. Die nette Parkplatzeinweiserin meint zu uns: „Sie wollen also zu den Lochis.“ – „Äh, NEIN?! Sehen wir aus, als wären wir 12?!“ Nun gut. Auf dem Gelände des Festivals erstmal ein Bier, um unsere Reife unter Beweis zu stellen. Dann zum Zelt. Um 19Uhr ist Einlass. Keine kreischenden Kinder, halleluja. Als ich noch einmal kurz zum Klo muss, stelle ich fest: Die Lochis singen nicht, sie reden. Und lassen ihre Fans kreischen. Das klappt aber anscheinend echt gut. Wieder zurück zu meinem Konzert.

Um drei Minuten vor acht betreten Silbermond die Bühne. Doch halt – wo ist die Sängerin? Tja, die steht auf der Mittelbühne und stimmt das erste Lied an. Insgesamt ist es ein tolles Konzert, doch es gibt große Unterschiede zu dem letzten. Es ist alles irgendwie ernster, ruhiger geworden. Es ist nicht mehr nur Tanz, Rock, Party. Die Band stimmt leisere Töne an, hat sich weiter entwickelt, ist Erwachsener geworden. Natürlich bringen sie auch alte Klassiker: Durch die Nacht, Symphonie und Das Beste dürfen nicht fehlen. Und natürlich wird auch abgefeiert. Aber insgesamt ist die Stimmung einfach eine andere geworden. Was nicht unbedingt schlecht ist, mir gefiel es sogar ausnehmend gut. Und es wäre ja eine Schande, wenn die Musiker sich in sieben Jahren nicht auch nur einen Funken weiter entwickelt hätten.
Es ist ein tolles Konzert, wir jubeln, wir grölen. Es macht Spaß, der Band dabei zuzusehen, wie sie ganz in ihrer Musik aufgeht. Um 22Uhr dann ist alles vorbei. Lärmschutzbestimmung. Auch wenn wir noch einige Minuten „Silbermond“ skandieren und „Zugabe“ rufen, die Band kommt nicht nochmal auf die Bühne. Man will sich ja keinen Ärger einhandeln.😉

Langsam verlassen wir das Zelt, wesentlich weniger durchgeschwitzt als vor sieben Jahren. Es ist nicht ganz so warm geworden, weil nicht ganz so sehr getanzt wurde. Obwohl ich natürlich nicht weiß, wie es den Partypeoples in der ersten Reihe ging… Ich spreche hier also mal nur für mich.

Auf dem Heimweg sagt der Lieblingsmann zu mir, dass es ein ganz tolles Geburtstagsgeschenk war und das ist das größte Lob. Dass ich ihm ein tolles Event geschenkt habe, etwas, an das er sich noch eine Zeit erinnern wird.

Fazit: Ein tolles Konzert, es macht viel Spaß, zu sehen, mit welcher Inbrunst Silbermond live Musik machen. Wer die Musik (und vor allem das neue, erwachsenere Album ‚Leichtes Gepäck‘) mag, sollte sich überlegen in diesem oder dem nächsten Jahr zu einem Konzert zu gehen. Ich kann es nur empfehlen!

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

Der Schatz im Silbersee

So heißt eine Winnetou-Geschichte von Karl May. Okay, dass wusstet ihr jetzt wahrscheinlich alle. Wusstet ihr auch, dass das Ensemble der Karl-May-Spiele in Bad Segeberg in dieser Spielzeit 2016 genau dieses Stück gespielt hat? Ja? Okay. Aber wusstet ihr, dass ich dort war und mir das Stück im Freilichttheater Kalkberg angesehen habe?

Spoiler: Es war grandios! Der Lieblingsmann und ich sind im August in Hamburg gewesen und haben am Sonntag einen Abstecher in’s etwa eine Autostunde entfernte Bad Segeberg gemacht. Wir sind bei dem schönen Wetter erst ein bisschen durch die Stadt gebummelt und dann zum Theater gelaufen. Das Abenteuer fing dort auch schon an. An den Laternen, die die Straße und den Weg zum Theater säumen, finden sich alle Plakate der bisherigen 65 Spielzeiten. Im nächsten Jahr kommt dann das neue Plakat für die 66. Spielzeit 2017 hinzu.
Das Theater selbst ist imposant. Der Lieblingsmann und ich waren schon begeistert, als wir dort ankamen. (Mal abgesehen davon, dass wir Katy Karrenbauer gesehen haben!!) Wir haben das Stück in der Nachmittagsvorstellung gesehen, die Abendvorstellung ist aber wahrscheinlich noch ein bisschen imposanter, wegen der Lichteffekte. Die Karte kostete dieses Jahr in der besten Platzkategorie 27,50€. Wenn man sich jetzt überlegt, was Musicals in Hamburg z. B. kosten… Wow. Und die Besetzung war 2016 auch fabelhaft: Jan Sosniok als Winnetou, Til Demtrøder als Old Shatterhand, Susan Sideropoulos, Oliver Stritzel und und und. Die Karl-May-Spiele sind generell immer starbesetzt. Und dann die Feuereffekte, die Pferde, die Vögel, das tolle Bühnenbild, die genialen Witze. Ich habe mich erschrocken, mich gefürchtet, mitgefiebert und Tränen gelacht – und das alles in knapp zwei Stunden Netto-Spielzeit.

Der Inhalt des Stücks ist aktueller denn je: Es geht um Rassentrennung, um Hautfarbe, um Liebe, um Rassismus – und natürlich um einen sagenumwobenen Indianer-Schatz im Silbersee. Rothäute gegen Bleichgesichter, die Blutsbrüder Winnetou und Old Shatterhand mittendrin. Eine spannende Geschichte, die, gerade in der heutigen Zeit, zum Nachdenken anregen sollte. Denn wer gewinnt am Ende? Die Liebe, natürlich.

In der nächsten Spielzeit wird „Old Surehand“ gegeben – und ratet mal, wer definitiv wieder hinfahren wird? Der Lieblingsmann und ich haben Blut geleckt und werden auf jeden Fall wieder nach Bad Segeberg fahren. Dieses Mal wollen wir einige Freunde mitnehmen und einen kleinen Gruppentrip über ein Wochenende daraus machen. Ich bin schon sehr gespannt, wenn das Ensemble für 2017 bekannt gegeben wird.

Übrigens: Die Spielzeit 2016 endet Morgen mit der letzten Vorstellung von „Der Schatz im Silbersee“. Die nächste Spielzeit beginnt am 24. Juni 2017. Denn die Karl-May-Spiele dauern immer nur die Sommermonate an. Das hat den einfachen Grund, dass das Theater komplett unter freiem Himmel ist und Besucher so wie Darsteller nass werden, wenn’s regnet. Wir hatten dieses Jahr Glück, die Premiere fand zum Beispiel in strömendem Regen statt. Aber: Man kann Regenponchos kaufen, nur 2€ das Stück.😉

Jetzt habe ich also noch einen Grund mehr, häufig in den hohen Norden zu fahren…

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!