#DearMe oder „To my 16-year-old self“

Ich habe neulich zwei Videos gesehen. Das erste war von Carrie Hope Fletcher und war ein Brief, gerichtet an ihr 16-jähriges Selbst. Das zweite ist das #DearMe-Video von Anna Frost. Beide Videos beinhalten Ratschläge, die man seinem jüngeren Selbst geben würde, wenn man die Möglichkeit dazu hätte.

Beide Videos haben mich zum Nachdenken gebracht. Ich bin vielleicht „erst“ 24 fast 25, oder vielleicht auch „schon“. Das kommt, denke ich, auf die Sichtweise an. Vom Standpunkt einer 16-Jährigen aus ist 25 noch ziemlich weit weg. Für mich ist 16 auch schon ganz schön lange her. Aber das liegt vielleicht daran, dass sich in meinem Leben, seit ich 16 war, wahnsinnig viel geändert hat.
Ich habe eine unschöne Trennung von meinem damaligen Freund durchgemacht, meinen jetzigen Lieblingsmann kennen- und liebengelernt. Ich habe mein Abitur gemacht (3,4. DAS würde ich heute definitiv anders machen!) und eine Ausbildung begonnen. Ich habe festgestellt, dass der Beruf nix für mich ist und die Ausbildung abgebrochen. Dann habe ich ein Studium begonnen, bei dem ich heute kurz davor stehe, es erfolgreich abzuschließen. Ich bin mit dem Lieblingsmann zusammen gezogen und habe einen Job in einem Kaufhaus angenommen. Ich arbeite dort in Teilzeit.
Wow, das ist ’ne ganz schöne Menge. Interessant für mein 16-jähriges Ich wäre jetzt, zu sagen, dass die Ausbildung nicht ganz für’n Arsch war. Denn ich habe dort meine heutige beste Freundin kennen gelernt. Und ich habe einiges an medizinischem Wissen erworben. Wer weiß, wozu das mal gut ist. Ich würde mir außerdem sagen, dass die Lektüren im Deutschunterricht vielleicht doch lesenswert sind. Ich könnte es wenigstens mal versuchen, denn heute studiere ich – Deutsch. Allerdigns mit Schwerpunkt Linguistik, also Sprachwissenschaft.

Und, was ganz wichtig zu sagen ist: Hab keine Angst vor der Zukunft oder davor, was die Zukunft bringen mag. Denn die Zukunft wird kommen, das kann man eh nicht ändern und wenn sie da ist, dann ist sie jetzt. Früher war heute auch Zukunft. Und? Wir leben noch, hurra! Und irgendwann kommt alles sowieso irgendwie in die Reihe. Gib dir Mühe, glücklich zu sein. Der Rest wird sich immer irgendwie finden. Dein Lieblingsmann, deine Freunde und deine Familie stehen sowieso immer zu dir und helfen dir, wo sie können. Das tust du schließlich für sie genauso! Und glaub nicht diesen Miesepetern, die dir einreden, an ihrer Misere wärest du Schuld. Meistens stimmt das nämlich so nicht. An Problemen und Schwierigkeiten, gerade in einer Partnerschaft, sind immer zwei Schuld. Lass dir nicht immer den Schwarzen Peter zuschieben.

Ansonsten würde ich mir gar nicht so viele gute Ratschläge geben wollen. Denn alle Dinge, die mir passiert sind, alle Entscheidungen die ich getroffen habe und alle Sinneswandel, die ich durchgemacht habe, sie alle haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Und ich bin verdammt glücklich, so zu sein, wie ich bin!

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

Advertisements

1 Kommentar zu „#DearMe oder „To my 16-year-old self““

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s