kirchliche Trauung – wtf?!

Wer dachte, die Anmeldung zur standesamtlichen Trauung (oder klassischer: Das Bestellen des Aufgebots) wäre kompliziert, hatte wohl noch nie darüber nachgedacht, sich kirchlich trauen zu lassen.
Der Lieblingsmann und ich sind vergangene Woche beim Pfarramt seiner zuständigen Gemeinde gegangen, um uns einen Hochzeitstermin reservieren zu lassen.

– Pause für höhnisches Gelächter. –

Dazu ist zu sagen, dass er zwar katholisch ist und wir auch in einer katholischen Kirche heiraten wollen, ich allerdings evangelisch getauft und konfirmiert bin und wir daher noch einen (ganz bestimmten) evangelischen Pastor dabeihaben möchten, also eine ökumenische Trauung.

Im Pfarramt war eine sehr nette, aber doch etwas verwirrte und überforderte Dame, die uns ein so genanntes Eheprotokoll hat ausfüllen lassen. Also eigentlich nur mich, denn die Daten des Lieblingsmannes hatte sie ja bereits, da er zu dieser Gemeinde gehört.
Ob ich denn auch katholisch sei? Nein, evangelisch. Da gefror ihr dann das erste Mal das Lächeln auf dem Gesicht. Das passiert mir öfter, wenn ich Mitarbeitern in katholischen Gemeinden sage, dass ich evangelisch bin. Da bin ich dran gewöhnt. Aber unhöflich finde ich es immer noch. Nicht nur, dass ich ja nichts dafür kann, wie ich getauft bin, wir sind doch im Grunde alle Christen, oder?!
Meine Adresse wollte sie auch wissen. Sie sah mich an und fragte dann mit hochgezogenen Augebrauen, ob wir zusammen wohnen würden. Ja, tun wir. Wieder dieser missbilligende Blick.

In welchem Jahrhundert lebt diese Frau?!

Dann hat sie uns zwei Mal gefragt, ob wir denn in dieser Kirche heiraten wollen. Wollen wir nicht, sondern in einer anderen (schöneren) Kirche in der gleichen Großpfarrei. Ob wir denn sicher wären? JA!!! Na gut, dann faxt sie unser Eheprotokoll dem zuständigen Pfarrer und der setzt sich dann wegen des Termins und des Traugesprächs mit uns in Verbindung.

Das war vor knapp einer Woche. Bisher haben wir noch nichts von dem guten Mann gehört. Allerdings brauchen wir bis Mitte Mai eine feste Terminzusage für unseren Trauungstermin, damit wir die Location für die anschließende Feier fix machen können.
Übrigens: Ein Blogpost zu unserer Location-Suche kommt die Tage!

Ein weiteres Problem: Wir haben keine Ahnung, was wir alles brauchen, um kirchlich zu heiraten. Klar ist ein Auszug aus dem Taufregister, den man bei der Taufgemeinde bekommt, der aber nicht älter als sechs Monate sein darf. (Wann? Keine Ahnung!) Außerdem den Nachweis über die Anmeldung zur Eheschließung, bzw. bei der kirchlichen Trauung die Heiratsurkunde vom Standesamt. Und die Ringe. War’s das? Keine Ahnung. Ich hoffe, ein Telefonat demnächst mit dem Pfarrer (das sollte allerdings der Lieblingsmann führen) bringt Aufklärung.
Neuigkeiten zu diesem Thema gibt’s dann hoffentlich noch im Mai!

Bis dahin,
Prost,

die Ruhrpottperle!

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