Mission BK I

Das ist Geheimsprache und steht – nein, nicht für Mission Burger King! Sondern für Mission Brautkleid. Da ich aber echte Schwierigkeiten habe, das Wort Brautkleid fehlerfrei auszusprechen (bescheuert, ich weiß!) und meistens Braukreid oder Blaukleid dabei rauskommt (das T verschwindet immer, Gott weiß wohin), haben meine beiden Herzdamen (Trauzeugin und Brautjungfer/Wedding-Plannerin, und nein, sie ist eigentlich „nur“ Freundin) und ich uns überlegt, den Decknamen Mission BK zu verwenden.

Aber genug um den heißen Brei geredet, heute geht es also um die Suche nach meinem perfekten Brautkleid (komisch, schreiben kann ich’s…).
Ich habe kurz nach meiner Verlobung angefangen, bei Google und Pinterest nach Brautkleidern zu suchen, die mir gefallen. Wer Bilder sehen möchte, dem sei meine Pinnwand Wedding wärmstens ans Herz gelegt.
Dann, als ich aus London wieder zurück war, begann ich, Brautläden in der Umgebung herauszusuchen und mich zu informieren, wer etwas für mich im Angebot hat.
Einer. Ein Shop aus Köln, der nach Maß schneidet, hat Kleider, die meinem Stil entsprechen UND meiner Größe. Ich trage nämlich 48/50 (und verbitte mir Fat-Shaming in den Kommentaren! Wir sind alle wunderschön!).
Viele Shops haben Kleider in meiner Größe, jedoch nicht genau in dem Stil, den ich suche. Also habe ich zwei Termine für den 25.7. gemacht. In zwei sehr unterschiedlichen Geschäften, jedoch noch nicht in dem eben genannten in Köln. Der ist nämlich auch noch relativ teuer und eher meine „Notlösung“, falls ich woanders nicht fündig werden sollte.

25.7.2015 – 11:30Uhr
Ich treffe mich mit meinen Shopping-Begleiterinnen am Hauptbahnhof in Bochum. Mit zur Mission BK kommen: meine Mutti, meine Patentante und die beiden Herzdamen. Wir haben um 12Uhr einen Termin in einem kleinen Brautmodengeschäft in Bochum, den es schon länger gibt, als ich denken kann. Ein Traditionshaus also, und meine erste Anlaufstelle.
Schon am Bahnhof ist die Aufregung groß, bei mir und bei den anderen. Also Augen zu und durch! Das scheint die beste Strategie zu sein. Wir pilgern zum Geschäft und rein da. Zunächst müssen wir ein paar Minuten warten, es ist noch eine Braut da. Beim Anblick der Braut und der ganzen schönen Kleider kommen selbst mir die Tränen. Wohlgemerkt zum ersten Mal seit ich verlobt bin!
Dann geht’s los. Die sehr nette Verkäuferin führt mich zur „Große-Größen“-Sektion und fragt mich, was ich suche. Ich definiere meine Wünsche: kurz soll es sein, vielleicht wadenlang? Am liebsten mit Petticoat, das war schon immer mein Wunsch. Ein energisches Nein der Verkäuferin bringt meine Blase zum Platzen. Das würde bei meiner Körpergröße (1,60m) und meiner Statur einfach nicht aussehen. A-Linie passt besser zu mir! Sie zeigt mir einige Kleider in dem Stil, den sie für mich für passend hält. Ich finde sie, objektiv, alle wunderschön. Doch innerlich habe ich mich natürlich noch nicht so ganz von meinem Traum verabschiedet. Sie schnappt sich das erste Kleid, meine Begleiterinnen setzen sich und ich gehe mit der Verkäuferin in die Umkleide. Raus aus den Klamotten, bis auf BH, Socken und Slip und rein in den Reifrock. Dann in das erste Kleid. Leider eine Nummer zu klein, es fühlt sich aber sehr angenehm an. Raus auf den „Laufsteg“ und ab auf das Höckerchen, denn natürlich ist das Kleid viel zu lang! Wow, meine Brautjungfer braucht schon jetzt ein Taschentuch. Der Blick in den Spiegel zeigt: Das Kleid steht mir wunderbar, es scheint tatsächlich genau das Richtige für mich zu sein. Trotzdem wieder in die Umkleide und noch einige andere Kleider an. Wir stellen fest: Trägerlos steht mir gut, schließlich habe ich ein wunderschönes Dekolleté.
Beim dritten Kleid, mit Schnürung und irre langer Schleppe, hat meine Patentante, die mich leider zu gut kennt, die Idee: Warum sollte ich nicht mal ein kurzes Kleid anziehen, nur um zu sehen, ob das wirklich so scheiße aussieht? Also raus aus dem Kleid, Schnürung steht mir eh nicht, und rein in einen cremefarbenen Albtraum. Das sieht wirklich scheiße aus. Die Verkäufern hat mich so auch noch allen Ernstes vor den anderen auftreten lassen. Schnell wieder hier raus!
Zum Abschluss nochmal das erste Kleid. Mit Schleier und Bolero. Gefällt uns allen ziemlich gut. Ob wir es kaufen wollen? Es sei übrigens ein französisches Design, das knapp 1000€ kostet, ohne Accessoires. Ich bin unschlüssig. Ich finde dieses Kleid wunderschön, aber wir haben nachmittags noch einen weiteren Termin! Wieder hat meine Tante den rettenden Einfall: Wir nehmen den zweiten Termin wahr, aber wenn ich dort nichts finde, dürfen wir drei Tage später wiederkommen und das Kleid kaufen. Damit ist die Verkäuferin einverstanden – aber was bleibt ihr auch anderes übrig? Also raus aus dem Kleid, rein in meine Klamotten und wir verabschieden uns.

Es ist inzwischen 12:20Uhr, wir waren also knapp eine halbe Stunde im ersten Geschäft. Jetzt erstmal Mittagessen, so eine Brautkleidschau ist schon ganz schön anstrengend für alle Beteiligten!

… den Termin im zweiten Geschäft gibt es in einigen Tagen in einem zweiten Beitrag zum Thema Mission BK!
In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

P.S.: Falls jemand wissen möchte, wie die Geschäfte heißen, in denen ich war oder Fragen zu den Herstellern der Kleider oder Accessoires hat, der möge sich melden und eine E-Mail-Adresse hinterlassen! 🙂

Advertisements

1 Kommentar zu „Mission BK I“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s