Sexualität

Wie ich in meinem letzten Post ja bereits angekündigt habe, möchte ich mal ein paar Worte zum Thema Sexualität verlieren. Sollte ich hier wohl den Hashtag #NSFW einbauen? Mal sehen…

Ich werde mein Sexualleben jetzt nicht en detail erläutern, aber wer mir seit ein paar Beiträgen folgt, weiß, dass ich einen Lieblingsmann/Verlobten habe und den in ein paar Monaten zu heiraten gedenke. Ich würde mich demnach als heterosexuell bezeichnen. Auch als normal? Sicher nicht, da gibt es einiges, was dagegenspräche.
Bei Sexualität überhaupt von normal vs. nicht normal oder gar krankhaft (ich scheue mich regelrecht, das überhaupt zu schreiben!) zu sprechen halte ich generell für eher ungünstig mit Tendenz zu beschissen.

Fakt ist, dass sich NIEMAND bewusst für oder gegen Sexualität im Allgemeinen oder für oder gegen die sexuelle oder sonst wie geartete Anziehung zu einem bestimmten Menschen entscheidet. Da gibt es gar nichts zu diskutieren, Punkt.
Fakt ist auch, dass unsere Sexualität genau so in unserer Genetik begründet ist wie unsere Augenfarbe oder unsere Hautfarbe. Natürlich können wir alle körperlichen Merkmale bis zu einem gewissen Grad modifizieren, aber denken wir mal an Charaktereigenschaften. Wie oft machen wir etwas und denken uns „ach du Scheiße, ich rede/mache/(hier Verb einfügen) ja wie meine Mutter!“ ? Genau. Und genauso ist es auch mit Sexualität. Und nein, homosexuelle Paare ziehen nicht nur homosexuelle Kinder groß. Wer das denkt möge bitte noch einmal zurück in die Schule gehen, Biologie, Vererbungslehre.

Meine Meinung ist: Jeder Mensch ist gleich viel wert, egal wen er liebt. Jede Sexualität macht nur einen Teil eines Menschen aus, er besteht noch aus so viel mehr Facetten, und erst das macht ihn zu der Person, die er ist! Ehe für alle ist eine gute Idee und sollte sich langsam aber sicher auch in Deutschland durchsetzen. Das Adoptionsrecht sollte nicht von der Sexualität abhängig sein, sondern vom Verantwortungsbewusstsein und der persönlichen Definition von Erziehung der möglichen Eltern.

Ich habe eine sehr gute Freundin, die lesbisch ist. Und nein, sie ist nicht meine „lesbische Freundin“. Denn ihre sexuelle Identität ist weder Grundstein noch Ausgangspunkt unserer Freundschaft. Sie ist ein Teil von ihr, wie meine sexuelle Identität ein Teil von mir ist. Nicht mehr und auch nicht weniger. Ihre Freundin ist übrigens ein wunderbarer Mensch und die beiden sind mitunter eines der glücklichsten Paare, die ich kenne. 🙂

Warum machen wir uns dann so viele Gedanken zu diesem Thema?
Weil es wichtig ist, darüber zu sprechen. Meinungen auszutauschen. Toleranz zu entwickeln. Jeder Mensch muss selbst entscheiden können, wen er liebt (so lange alles in beiderseitigem Einverständnis stattfindet!). Und kein Mensch darf auf Grund seiner sexuellen Identität verurteilt, diskriminiert oder angegriffen werden!

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

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