Love Yourself

– und nein, ich meine nicht den neuen Song von Justin Bieber! 😉

Die wunderbare, fantastische, irre schöne und super talentierte Tess Munster, heutzutage besser bekannt als Tess Holiday hat eine unfassbar wichtige und auch inspirierende Bewegung ins Leben gerufen. Sie heißt Eff your beauty standards und ist vor allem auf Instagram ein ganz ganz großes Ding und eigentlich geht es um etwas sehr Simples: Jede Frau, nein jeder Mensch wunderwunderschön ist. Egal ob groß, ob klein, ob dick, ob dünn, ob blond, brünett, rothaarig, Segelohren, merkwürdige X-Beine oder Fettröllchen oder nicht, oder tätowiert oder gepierct oder dunkelhäutig oder hellhäutig oder Gott weiß wie noch! Sie sind alle schön. Jeder ist für sich individuell ein wunderschöner Mensch. Von innen heraus und auch von außen. Und jeder Mensch sollte sich selbst so lieben und akzeptieren wie er ist. Mit Speckröllchen, Falten, mit Narben, ob gepierct oder nicht oder mit bunten Fußnägeln, oder bunten Haaren. Völlig egal, Hauptsache, man ist sich selbst treu und glücklich und sieht nicht immer nur das Schlechte am eigenen Körper.
Versteht mich nicht falsch – wenn ihr euch unwohl fühlt, oder es euch aus gesundheitlichen Gründen schlecht geht, weil ihr zum Beispiel Diabetes habt oder Probleme mit der Leber oder Probleme mit der Verdauung oder oder oder, dann ist es natürlich wichtig, dass ihr auf euren Körper hört und diese Symptome versteht und wisst, dass der Körper euch damit ein Zeichen, ein Signal gibt, dass vielleicht etwas geändert werden muss, an eurer Lebensweise und vielleicht auch am Gewicht. Dann ist das gut und wichtig, darauf zu hören und das anzugehen; wenn man sich damit besser fühlt, dann ist das erst recht gut und wichtig. ABER! Und da stimme ich Tess zu einhunderttausendmillionen Prozent zu: Es ist wichtig, dass wir uns lieben, uns selbst und uns nicht immer sagen „Üäh, mein Hintern ist zu fett und meine Augen sind zu weit auseinander und meine Ohren stehen ab und meine Hände sehen komisch aus und meine Brüste sind zu groß oder zu klein oder mein Bauch oder meine Hüften oder meine Füße oder oder oder…“ Das ist nicht der Punkt. Wir dürfen uns nicht davon fertig machen lassen, was uns vielleicht ein Magazin oder eine Plakatwand als so genanntes Schönheitsideal vorgibt. Wir müssen uns viel mehr mit uns selbst beschäftigen und sagen „Hey, mein Körper tut so viel für mich den ganzen Tag. Er atmet, mein Herz schlägt, er hält mich am Leben, er trägt mich überall hin! Er macht alles für mich! Mein Herz, meine Lunge, mein Gehirn, meine Muskeln, mein ganzer Körper tut so viel, den ganzen Tag! Er vollbringt immer wieder, immer wieder Höchstleistungen.“ Und manchmal, und da können wir uns alle nicht von ausnehmen, manchmal geben wir ihm dafür zu wenig Credit. Manchmal sind wir nicht dankbar genug dafür, was unser Körper den ganzen Tag für uns tut. Und das ist das, was Tess Munster angeht, und was auch ich angehen will:
Wir müssen uns selbst lieben. Wir müssen uns eingestehen, dass wir wunderschön sind und zwar egal ob wir groß oder klein sind. Und dass auch andere Frauen und andere Männer und Kinder und eigentlich alle anderen Menschen und wir alle wunderschön sind. Jeder auf seine Art. Jeder auf unterschiedliche Art und unabhängig davon, wie wir selbst aussehen sind auch andere Menschen schön und sie sehen nicht besser oder schlechter aus als wir und wir sehen nicht besser oder schlechter aus als sie, sondern wir sind alle irgendwie gleich und doch so unterschiedlich und das macht uns alle so wertvoll.

Die fantastische YouTuberin und auch Model The Cherry Dollface, Cherokee, ist auch ein großartiges Beispiel dafür. Denn wir Frauen sollten andere Frauen unterstützen, anstatt sich immer nur gegenseitig zu haten und zu bashen, sich fertig zu machen und zu dissen und zu sagen „Üäh, die sieht fett aus! Die sieht scheiße aus! Kim Kardashian ist viel hässlicher als Princess Diana!“ – Stattdessen sollten wir uns doch sagen „Wow, diese Frau hat das oder das geschafft oder gemacht oder ist wunderschön und gleichzeitig bin ich auch wunderschön!“ Und wenn wir uns gegenseitig unterstützen, dann können so großartige Dinge entstehen! Dann können wir viel mehr aus unserem Leben machen und viel mehr aus unserem Leben herausholen als immer nur uns selbst nicht gut zu finden oder andere Frauen nicht gut zu finden oder auf uns selbst herumzuhacken, darauf, dass wir fünf Kilo mehr oder weniger wiegen als wir es uns vielleicht gewünscht hätten oder oder oder.

Ich unterstütze damit keine Essstörungen – um Gottes Willen. Essstörungen sind ungesund! Ich unterstütze aber, dass ich, obwohl ich eindeutig ein gutes Stück von meinem so genannten Idealgewicht abweiche, glücklich bin. Ich mag mich; ich liebe meinen Körper für das, was er für mich tut und ich bin glücklich. In meinem Leben. Mit dem, was ich geschafft und geschaffen habe, mit dem was ich noch erreichen will und kann, mit dem was ich weiß, was ich gelernt habe und wo ich jetzt stehe; wo ich hin kann und wo ich herkomme. Ich bin der Mensch, der ich aus meinen Erfahrungen geworden bin. Und nicht der Mensch, den die Schönheitsindustrie aus mir machen will! Ich glaube, dass wir alle viel mehr auf diese Stimme und auf diese Bewegungen hören sollten. Nicht uns gegenseitig fertig machen, sondern uns gegenseitig unterstützen. Einfach aufgrund der Tatsache, dass wir wunderschön sind, und tolle Menschen. Egal wie wir aussehen.
Oder nicht unbedingt egal, aber dass wir, gerade weil wir so unterschiedlich sind, alle wunderbar sind, wie wir sind. Und dass wir uns selbst lieben sollten, für das was wir sind und für das was wir können. Und dass wir natürlich auch mal unglücklich sein dürfen und dann sagen müssen „okay, dann geh‘ ich es an. Dann will ich etwas anders machen, dann mach‘ ich es anders!“ Dass wir aber nicht sagen dürfen „Üäh, ich seh so scheiße aus, ich bin so fett“, uns dann aber den dritten Doughnut reinschieben und uns dann beschweren, dass wir nicht abnehmen! Ich weiß, dass es schwierig ist, sich selbst zu akzeptieren. Aber es ist ein Prozess und diesen Prozess können wir eigentlich nur gewinnen. Manchmal geht’s schneller und manchmal dauert’s länger. Ich selbst habe fast 26 Jahre gebraucht, um das zu verstehen, um mich selbst zu akzeptieren, um mich selbst so zu lieben wie ich bin. Inzwischen bin ich an einem Punkt, wo ich sage: Ich bin wunderschön und ich bin selbstbewusst. Ich bin ich, ich stehe zu mir, ich sehe aus, wie ich aussehe und ich bin wun – der – schön! Und das ist nicht eingebildet, das ist die Wahrheit. Und alle Menschen, die diesen Text hier lesen, sind auch wunderschön. Egal wie dick, dünn, groß, klein oder anders, oder auch gleich oder ähnlich sie sind.

Ihr seid alle wunderschön!

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

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4 Kommentare zu „Love Yourself“

  1. Was für ein toller Text! Du kannst einen richtig anstecken mit deiner Begeisterung. Es tut gut, sowas zu hören =) Ich wäre nie darauf gekommen, dass du Essstörungen unterstützen willst, wieso das denn? Es ist vielmehr eine Hilfe.

    Annika ❤

    Gefällt 1 Person

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