Die heiße Endphase der Hochzeitsvorbereitungen

Oder: Von der Kunst, sich von nichts und niemandem bekloppt machen zu lassen!

In gerade einmal anderthalb Monaten heiraten wir. Das heißt, es will jetzt endgültig alles geplant werden: Die Gästeliste muss stehen, weil wir die Hotelzimmer reservieren müssen. Die Location möchte mit uns die Deko, den Ablauf und das Menü planen. Mein Brautkleid muss angepasst werden, mal ganz abgesehen vom Probeschminken und Probestecken der Haare. Ein Traugespräch mit den beiden Pastoren will geführt werden, in dem der Ablauf besprochen wird und die Band möchte die endgültigen Lieder haben, die bei der Hochzeit gespielt werden.
Und dann kommen die anderen Menschen, die kleinen Problemchen, die das alles so verrückt und aufregend machen: Der Pfarrer hat beim Planen der Termine absolut die Ruhe weg (soll heißen: er kommt einfach nicht in die Pötte, mal Termine auszumachen!), und der Bräutigam ist ebenfalls tiefenentspannt. Anzug? Hat Zeit. Dem Pastor auf die Füße treten? Unsinn, dem wird vertraut. Die Trauzeugin hat ausgerechnet am Tag der Brautkleid-Anprobe eine OP am Fuß(!!!), weil sie nicht rechtzeitig zum Arzt gegangen ist. Die Friseurin kommt auch nicht in die Hufe, endlich einen Termin auszumachen – sie antwortet erst gar nicht auf SMS.

Zum Glück hat wenigstens die Braut (also ich), ihr Business im Griff. Mutti kommt stattdessen mit zur Anprobe und holt sogar vorher das Kleid bei der Trauzeugin ab. Dem Pastor wird spätestens ab Mitte Februar in den Messen ordentlich auf die Füße getreten. Und der Bräutigam wird sowieso wenn nötig mit Gewalt zu seinem Glück gezwungen (einen Termin zum Anzug aussuchen hat er schonmal). Das Probestecken der Haare hat noch ein bisschen Zeit, da wird ab sofort der Freundin der Friseurin auf die Füße getreten, in der Hoffnung, dass das weitergeleitet wird.

Ich habe alle Termine, alle To Do’s, die noch zu erledigen sind und alle Dienstleister, die noch Rückmeldungen brauchen, im Kopf. Eigentlich hätte bereits eine Liste von unverzichtbaren Liedern für den DJ stehen müssen, aber auf ein, zwei Tage mehr kommt es da sicher nicht an. Die Brautkleidanprobe steht, dafür habe ich, außer Schmuck, auch alles zusammen. Jetzt fehlt mir vor allem ein Outfit für’s Standesamt. Und eben Schmuck. Das Probeessen in der Location ist verabredet, und die Gästeliste steht zu 90%. Bis zum Probeessen ist auch die Liste für die Hotelzimmer vollständig. Also check. Das Brautauto steht, der Fahrer bekommt von uns im März einfach die Adressen und dann läuft das. Zum Glück kümmert sich um so gut wie alles andere die Location, wir müssen nur noch in der Konditorei eine Torte aussuchen und bestellen. Einen Termin, um meinen neuen Personalausweis zu beantragen, habe ich auch schon, ich brauche nur noch ein Foto dafür. Die Flitterwochen sind gebucht und müssen erst nach der Hochzeit bezahlt werden.

Jetzt kommen allerdings die Kleinigkeiten. Die Fürbitten-Sprecher müssen gefragt werden (willst du? – Ja!), bisher ist da aber alles positiv. Die Notfallkörbchen für die Toiletten wollen gekauft und bestückt werden – allerdings mit Rücksprache mit dem Hotel. Das Gästebuch will geplant und vorbereitet werden und das alles in noch knapp zwei Monaten. Das klingt durchaus zu schaffen, oder? Klar, mein Terminkalender ist allerdings mit Uni, Arbeit und diversen Terminen so voll, dass da so gut wie nichts mehr rein passt! Und wie gesagt – die Lieblingsmann ist tiefenentspannt! Aber ich schaff‘ das schon, ich habe ja tatkräftige Unterstützung.

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

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