Ich bin eine Ehefrau.

Ich muss mir das immer wieder selbst sagen, damit ich wirklich realisiere, dass ich eine Ehefrau bin. Die Ehefrau vom Lieblingsmann. Endgültig und (relativ) unwiderruflich. Vor dem Gesetz und vor Gott rechtmäßig verbunden. Bis dass der Tod uns scheidet.

Vor wenigen Tagen war unsere Trauung. Erst Standesamt, dann Kirche. Im kleinen Kreis und im größeren. Aus Rücksichtnahme auf unsere Privatsphäre und die unserer Gäste wird es keine Fotos unserer Hochzeit auf dem Blog geben. Ich kann euch aber versichern, dass es sehr schön war. Ich werde hier auch nicht erläutern, wo wir gefeiert haben und wie unser Pastor hieß. Ich bitte euch, mir dies nachzusehen.

Aber was ich sagen kann: Es waren zwei wunderschöne Tage, die viel zu schnell vorbei gingen. Wir haben ein Jahr auf diesen Tag hingearbeitet. Und nun ist alles vorbei. Wir lassen jetzt noch Fotos entwickeln und schreiben Dankeskarten. Dann war’s das schon. Wow. Das Standesamt war natürlich relativ nüchtern, obwohl unsere Standesbeamtin wirklich sehr nett war und die Zeremonie sehr fröhlich und lustig gestaltet hat. Nach der standesamtlichen Trauung waren wir essen, mit der engsten Familie und den Trauzeugen. Am Tag der kirchlichen Trauung ging’s recht früh los, wir mussten um sieben Uhr aufstehen. Um acht Uhr kam meine Trauzeugin zu uns und hat Frühstück für uns gemacht.  Um neun Uhr haben wir den Lieblingsmann rausgeschmissen 😉 weil dann meine Visagistin kam. Um zehn Uhr kam auch noch meine Friseurin und dann war hier wirklich high life. 😀 Ich wurde geschminkt, gestylt, angezogen und um 13:45Uhr abgeholt. Um 14 Uhr war die Trauung und danach der Sektempfang an der Kirche. Dann ging’s zur Location mit dem zweiten Sektempfang. Dann Essen, der Eröffnungstanz – ein langsamer Walzer zu Nothing else matters von Metallica, und auch noch der klassische Wurf des Brautstraußes. Kleiner Tipp: Lasst dazu All the single Ladies von Beyoncé spielen. Das kommt sehr gut an! 😉 Ich habe auch einfach alle unverheirateten Frauen zur Tanzfläche gezwungen. Eine sehr gute Freundin von mir hat den Brautstrauß dann fast gefangen – fast, weil sie genau im falschen (oder richtigen) Moment die Hände weggezogen hat. Gezählt hat’s trotzdem, da waren der DJ und ich uns einig!

Gefeiert haben wir bis halb vier Uhr nachts. Um Mitternacht gab’s, ganz Ruhrpott-typisch, Currywurst, die die lieben Kellnerinnen aus einem Bauchladen verteilt haben. Es gab tatsächlich keine Spiele, weil die Stimmung so gut war, dass das nicht nötig war. Hat gut gepasst. Ganz ehrlich? Vertraut eurem DJ bei solchen Dingen. Er weiß im besten Falle Bescheid, weil’s ja nicht seine erste Hochzeit sein sollte.

Alle Gäste haben gesagt, dass die Party toll und das Essen fabelhaft war – das war für uns das größte Lob. Auch die Messe bzw. der Gottesdienst hat allen gut gefallen. Die Band, die für die Musik gesorgt hat, kam besonders gut an, weil alles so flott war und nicht so typisch tragend und langweilig.
Der Lieblingsmann und ich hatten ein paar wundervolle Tage und genießen jetzt noch ein paar freie Tage, bevor der Arbeitsalltag uns wieder bekommt.

Ein paar kleine Worte zu dem, was jetzt kommt: Am gestrigen Montag habe ich meinen neuen Personalausweis abgeholt, mit meinem neuen Namen. In meiner Gemeinde konnte ich den schon einen Monat vor der Hochzeit beantragen. Fragt dafür einfach mal bei eurem Standesamt nach. Am 21. haben wir einen Termin bei unserem Bankberater, weil wir dort ja auch alles ändern müssen. Ich bin jetzt über meinen Mann krankenversichert, das haben wir auch schon vorher geregelt. Die meisten Verträge laufen eh schon über meinen Mann. Die Änderung der Steuerklasse müssen wir noch klarmachen und ich muss die Namensänderung im Laufe der Woche noch der Uni und unserer Vermieterin weitergeben. Sonst passiert erstmal nicht viel. Meine Arbeit wird nächste Woche informiert.

In die Flitterwochen geht’s ja bekanntlich erst im Juni, dazu folgt dann entsprechend noch ein eigener Beitrag. Ich denke im Moment noch darüber nach, eine Top-5-Liste mit den wichtigsten Tipps, die ich für angehende Bräute habe, zusammenstellen.  Besteht da Interesse?
(Nein, zur Hochzeitsnacht sage ich nichts!) 😉

Es tut mir leid, dass dieser Beitrag sich so kurz fasst. Aber ich möchte eben ein paar Dinge privat halten. Wir sind auf jeden Fall beide sehr glücklich mit der Hochzeit und auch mit der Ehe.

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

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3 Kommentare zu „Ich bin eine Ehefrau.“

  1. Wuhu!!!
    Herzlichen Glückwunsch und das hört sich alles sehr toll!
    Freue mich/freuen uns für euch und wünsche/n euch alles Gute 🙂

    ich hab mich nach einem 3/4 Jahr immer noch nicht ganz an Ehefrau, mein Mann etc gewöhnt; muss manchmal noch grinsen.

    Tipps? Klar immer her damit!

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