#BackToTheRoots: School life

In etwa einem Monat ist ein Ehemaligentreffen an meiner alten Schule, zu dem ich hingehen werde. Ich hab‘ nicht großartig Bammel davor, wenn auch nur wenig Lust, all meine alten Schulkameraden wiederzusehen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.
Warum tue ich mir das also an?

Nun, das ist im Prinzip simpel: Ich habe vor sieben Jahren Abi gemacht und seitdem hat sich viel an meiner alten Schule geändert. Viele Lehrer sind nicht mehr dort, viele neue Lehrer sind hinzugekommen. Auch am Gebäude hat sich einiges getan. Ich bin sehr neugierig, wie meine alte Schule jetzt, sieben Jahre später aussieht.
Also habe ich mich mit einer alten Mitschülerin verabredet, mit der ich dann an einem Samstagnachmittag im November nach Bochum fahren werde, um mir meine alte Schule nochmal zu geben.

Dieses Ehemaligentreffen habe ich zum Anlass genommen, nochmal über meine Schulzeit nachzudenken. Ich muss an dieser Stelle vorwegschicken, dass ich nicht sonderlich gern zur Schule gegangen bin. Das hatte verschiedene Gründe. Alles in allem bin ich aber immer noch froh, Abitur gemacht zu haben, wenngleich der Schnitt hätte besser ausfallen können. Ich habe viel in meiner Schulzeit gelernt und das meine ich jetzt gar nicht nur auf den Lehrstoff bezogen.
Die Schule hat, rückblickend betrachtet, einen großen Anteil an meiner positiven und optimistischen Art. Ich war nie eine sonderlich gute Schülerin, wäre einmal fast sitzen geblieben, und habe das Abi auch nur gerade so bestanden. Und trotzdem habe ich dieses Jahr meinen B.A. gemacht und fange meinen M.A. an. Ich bin verheiratet, habe einige wunderbare Freunde (und keinen davon kenne ich aus der Schule) und bin auch sonst ziemlich glücklich. Die Schule war dafür (Achtung, Wortwitz) eine echt gute Schule.

Ich kann nur jedem, der noch zur Schule geht, raten, möglichst viel mitzunehmen. Damit meine ich jetzt gar nicht den Unterrichtsstoff per se, sondern eher das ganze Drumherum. Umgang mit Menschen, mit Vorgesetzten. Selbstvertrauen, Optimismus. Das sind Dinge, die ich in der Schule gelernt habe.
Ich hatte damals Englisch und Pädagogik als Leistungskurse, sowie Psychologie und Mathematik als Abiturfächer. Wenig davon nutze ich jetzt in meinem Beruf oder Studium. In Deutsch hatte ich auf dem Abiturzeugnis gerade einmal zwei von 15 möglichen Punkten. Und trotzdem habe ich meinen Bachelor mit der Note 2,2 bestanden. Da sieht man also: Wenn man etwas will, kann man es auch schaffen, unabhängig vom Abiturschnitt. Ich habe gerade mal ein Abi von 3,4 und studiere trotzdem an einer Universität. In den letzten Wochen habe ich dieses Thema vor allem auf Twitter immer wieder gelesen und mitdiskutiert. Die Quintessenz: Tu, was du liebst und gib keinen F*ck darauf, was andere wollen oder was deine Lehrer sagen! Du kannst alles werden, wenn du willst. Du solltest niemals etwas tun, um jemand anderem zu gefallen, auch nicht deinen Eltern! Damit machst du dich nur unglücklich.

Ich freue mich regelrecht auf das Ehemaligentreffen, weil es mir nochmal vor Augen führen wird, was ich erlebt habe, wo ich herkomme. Ich werde dort vermutlich noch einige andere Leute sehen, die ich noch aus meiner Schulzeit kenne. Es wird eine kleine Reise in die Vergangenheit und das ist schön. Manchmal macht es nämlich Spaß, zurückzublicken und zu sehen, wo man herkommt und was man seitdem alles erlebt und geschafft hat. Auch, wenn man doch eigentlich im Hier und Jetzt leben sollte.

Wenn ihr also mal die Möglichkeit habt, zu einem Tag der offenen Tür oder Ehemaligentreffen eurer alten Schule zu gehen, dann nehmt sie wahr. Sucht euch jemanden, den ihr von früher dort kennt und geht gemeinsam hin. Ich glaube, dass es wirklich lustig werden kann.
Wenn es übrigens ein reines „Klassentreffen“ meiner alten Stufe gewesen wäre, wäre ich vermutlich nicht geneigt, hinzugehen. Warum? Das ist eine ganz andere Geschichte, wie gesagt…

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

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