Uni-Wechsel // Umschreiben

Wenn man die Uni wechselt, muss man sich umschreiben. Das klingt einfacher als es ist. Dank der Bürokratie muss man sich nämlich erst bei der einen Uni ordentlich exmatrikulieren (ausschreiben) und sich dann bei der anderen Uni ordentlich immatrikulieren (einschreiben). Das beinhaltet einen Haufen Formalitäten, die alle nicht nötig wären, wären die Unis nur besser vernetzt. Aber gut.

Ich habe mich ja nach einem Abschluss entschieden, die Uni zu wechseln. Wenn man mitten im Studium die Uni wechselt, bringt das nochmal einen ganz anderen Aufwand, über den ich leider nicht so viel sagen kann. Deshalb, wie immer: Alles subjektiv aus meiner Sicht!

Was brauche ich also alles für eine Umschreibung? Nun, zunächst einen Abschluss, in meinen Fall einen Bachelor of Arts (B.A.). Diesen muss man belegen können, mit einer amtlich beglaubigten Kopie des Bachelor-Zeugnisses. Wenn man, wie ich, noch einige Wochen auf sein Bachelor-Zeugnis warten muss, kann man auch vorläufig eine Leistungsübersicht nehmen, auf der erkennbar ist, dass man den B.A. hat.
Die Beglaubigungen nehmen Kirchen, die Ämter der Stadt, das Studierendenwerk und der AStA vor. Die Kosten dafür liegen zwischen 0,50€ und 5€ pro Seite bzw. Stempel. Dann muss man in aller Regel einen kleinen Lebenslauf ausfüllen (was habe ich seit dem Abitur so gemacht?) und einige weitere formale Angaben (Anschrift, Geburtsdatum, Familienstand,…) machen. Dafür gibt es in Düsseldorf ein Online-Formular.
Wenn man das erledigt hat, kann man sich mit dem ausgedruckten Formular und Lebenslauf online einschreiben. Zunächst muss man den Sozialbeitrag bezahlen. Von der Überweisung muss man nämlich einen Kontoauszug mitschicken, damit die netten Menschen vom Einschreibungswesen auch wissen, dass man bezahlt hat.
Dann darf man bei seiner Krankenkasse anrufen und einen „Versicherungsnachweis für Studierende“ anfordern. Den muss man nämlich auch einschicken. Und weil man ja an einer anderen Uni studiert hat, kommt dazu noch ein Nachweis über die ordentliche Exmatrikulierung. Den bekommt man beim Studierendensekretariat seiner alten Uni. Außerdem benötigt man noch eine Immatrikulationsbescheinigung des letzten Semesters.

Wenn man jetzt, wie ich, verheiratet ist, benötigt die Uni Düsseldorf zusätzlich eine beglaubigte Kopie der Heiratsurkunde. Und wer jetzt denkt, ach, das ist ja easy, kann ich zusammen mit dem Bachelor-Zeugnis machen, der irrt. Heiratsurkunden dürfen nämlich nur von Standesämtern beglaubigt werden und das auch nur von der Gemeinde, in der man getraut wurde. Knaller, wa?

Da man in aller Regel eine Zulassung zu einem Master-Studiengang braucht, das heißt einen gewissen Notendurchschnitt, muss man diesen Eignungsnachweis auch noch mitschicken. Dazu sollte sich aber jeder selbst an der speziellen Uni zu seinem speziellen Studiengang informieren, was da gefordert wird.
Zu guter letzt frankiert man einen DIN A-4-Umschlag, adressiert ihn an sich selbst (!) und packt all diese Unterlagen zusammen in einen weiteren Umschlag. Und den kann man dann endlich an seine neue Uni schicken, um sich einzuschreiben.

Zusammengefasst benötigt man also:

  • den gültigen Eignungsnachweis
  • eine amtlich beglaubigte Kopie des B.A.-Zeugnisses
  • eine amtlich beglaubigte Kopie der Heiratsurkunde, wenn man verheiratet ist
  • eine Kopie des Kontoauszugs, auf dem die Überweisung des Sozialbeitrags zu erkennen ist
  • einen DIN A-4-Umschlag, ausreichend frankiert, an sich selbst adressiert
  • einen Versicherungsnachweis der Krankenkasse
  • eine Immatrikulationsbescheinigung des letzten Semesters
  • einen Nachweis der ordentlichen Exmatrikulation

Dann, und nur dann, kann mich sich ordentlich einschreiben an der neuen Uni. Disclaimer am Schluss: Jede Uni handhabt das ggf. ein wenig anders. Informiert euch unbedingt bei eurer Wunsch-Uni, welche Unterlagen ihr braucht, wie das Prozedere ist, welche Zulassungsvorausetzungen ihr erfüllen müsst, und so weiter!
Noch stecke ich mitten in der Umschreibung, doch schon am 17.10. gehen die Vorlesungen an der neuen Uni los. Ich bleibe gespannt.

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

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