Ich bin gläubig.

So, nach dieser Überschrift habe ich wahrscheinlich schon einen Haufen Leser verloren, aber sei’s drum. Allen anderen ein herzliches Willkommen!
Ja, ich bin religiös. Aber nicht auf eine kranke, missionarische Art. Und nein, ich will heute auch nicht über Islamismus oder verschiedene Religionen sprechen oder darüber, wie doof Extremismus und Fanatismus sind. Sondern darüber, warum man anderen Menschen ihren Glauben lassen sollte.

In meinem Umfeld sind einige Menschen, die sehr religiös sind und andere, die mit Religion so überhaupt nichts zu tun haben. Ich bin irgendwo in der Mitte. Ich laufe nicht jeden Sonntag in die Kirche, aber hohe Feiertage bedeuten mir etwas. Ich suche nicht nach göttlicher Absolution, aber ich glaube z. B. an das Sakrament der Ehe. Ich kann Dinge an der Kirche kritisieren und dennoch an Gott glauben. Neulich habe ich gehört, dass die Eheschließung in der Kirche ja in den allermeisten Fällen nur „wegen der Atmosphäre“ gemacht würde. Und das halte ich nicht für gelogen. Ich persönlich allerdings wollte partout vor Gott die Ehe schließen. Das heilige Sakrament der Ehe. In einer katholischen Trauzeremonie, unter Beteiligung eines evangelischen Pfarrers (mein Mann ist katholisch, ich bin evangelisch) haben wir uns also das Ja-Wort gegeben. Und tatsächlich war damals, als wir uns verlobt hatten, ich es, die darauf bestand, in einer katholischen Zeremonie zu heiraten. Weil in der katholischen Kirche die Ehe als ein heiliger Bund angesehen wird und mir das viel bedeutet.

Als vor einigen Wochen Ostern war, habe ich gerade in den sozialen Netzwerken viele Diskussionen zum Thema Tanzverbot an Karfreitag mitbekommen. Einige waren konstruktiv und haben mit Argumenten versucht zu erklären, warum das Tanzverbot gut oder schlecht ist. Andere haben unsinnig herumgemotzt und keinerlei vernünftige Unterhaltung möglich gemacht. Hier soll es jetzt gar nicht um das Tanzverbot selbst gehen, sondern um Religions-Diskussionen im Allgemeinen.

Im Rahmen dessen habe ich mich nämlich gefragt: Sollte man Menschen, die religiös sind, die Ausübung von gewissen Feiertagen schlecht reden oder sich darüber lustig machen? Einfache Antwort: Nein, sollte man nicht. Gläubige Menschen sollten aber auch ein gewisses Maß an Verständnis dafür haben, dass andere so gar nichts mit Religion anfangen können.
Ich bin der Meinung, dass Glaube und Religion sehr private Dinge sind, die man in erster Linie mit sich selbst ausmachen sollte. Manche von uns sind getauft und haben kirchliche Werte bereits in frühester Kindheit mitbekommen. Andere finden erst später zu Gott. Genauso gibt es den umgekehrten Fall, dass Menschen, die getauft sind, sich von Gott bzw. der Kirche abwenden, zu einem anderen Glauben konvertieren oder dass Menschen schlicht nie mit dem Glauben in Berührung kommen. Aber egal, wie der Weg des Einzelnen verläuft: Jeder hat das Recht darauf, zu glauben oder nicht zu glauben, an was er will.
Das heißt aber, dass dieser Glaube nichts ist, worüber sich lustig gemacht werden sollte. Denn zu glauben ist eine sehr intime Sache, die vielen Menschen viel bedeutet. Und es kann sehr verletztend sein, wenn das von anderen nicht respektiert wird.

Ich persönlich gehe z. B. an Karfreitag oder auch an Weihnachten nicht feiern. Die einzige Ausnahme bilden hier Geburtstage. Meine beste Freundin hat am zweiten Weihnachtsfeiertag Geburstag und natürlich wird der ordentlich gefeiert! Damit will ich nicht sagen, dass niemand an hohen christlichen Feiertagen in die Disco gehen darf, aber ich tue es eben nicht. Weil ich an diesen Feiertagen lieber mit meiner Familie zusammen bin, mich auf das Wesentliche in meinem Leben besinne und z. B. das Tanzverbot an Karfreitag für mich persönlich achte.
Ich wünsche mir in dem Zusammenhang im Grunde nur eine Sache: Dass diese, persönliche, Entscheidung respektiert wird und ich mich nicht dafür rechtfertigen muss, was ich tue oder eben nicht.

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

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Ich bin eine Ehefrau.

Ich muss mir das immer wieder selbst sagen, damit ich wirklich realisiere, dass ich eine Ehefrau bin. Die Ehefrau vom Lieblingsmann. Endgültig und (relativ) unwiderruflich. Vor dem Gesetz und vor Gott rechtmäßig verbunden. Bis dass der Tod uns scheidet.

Vor wenigen Tagen war unsere Trauung. Erst Standesamt, dann Kirche. Im kleinen Kreis und im größeren. Aus Rücksichtnahme auf unsere Privatsphäre und die unserer Gäste wird es keine Fotos unserer Hochzeit auf dem Blog geben. Ich kann euch aber versichern, dass es sehr schön war. Ich werde hier auch nicht erläutern, wo wir gefeiert haben und wie unser Pastor hieß. Ich bitte euch, mir dies nachzusehen.

Aber was ich sagen kann: Es waren zwei wunderschöne Tage, die viel zu schnell vorbei gingen. Wir haben ein Jahr auf diesen Tag hingearbeitet. Und nun ist alles vorbei. Wir lassen jetzt noch Fotos entwickeln und schreiben Dankeskarten. Dann war’s das schon. Wow. Das Standesamt war natürlich relativ nüchtern, obwohl unsere Standesbeamtin wirklich sehr nett war und die Zeremonie sehr fröhlich und lustig gestaltet hat. Nach der standesamtlichen Trauung waren wir essen, mit der engsten Familie und den Trauzeugen. Am Tag der kirchlichen Trauung ging’s recht früh los, wir mussten um sieben Uhr aufstehen. Um acht Uhr kam meine Trauzeugin zu uns und hat Frühstück für uns gemacht.  Um neun Uhr haben wir den Lieblingsmann rausgeschmissen 😉 weil dann meine Visagistin kam. Um zehn Uhr kam auch noch meine Friseurin und dann war hier wirklich high life. 😀 Ich wurde geschminkt, gestylt, angezogen und um 13:45Uhr abgeholt. Um 14 Uhr war die Trauung und danach der Sektempfang an der Kirche. Dann ging’s zur Location mit dem zweiten Sektempfang. Dann Essen, der Eröffnungstanz – ein langsamer Walzer zu Nothing else matters von Metallica, und auch noch der klassische Wurf des Brautstraußes. Kleiner Tipp: Lasst dazu All the single Ladies von Beyoncé spielen. Das kommt sehr gut an! 😉 Ich habe auch einfach alle unverheirateten Frauen zur Tanzfläche gezwungen. Eine sehr gute Freundin von mir hat den Brautstrauß dann fast gefangen – fast, weil sie genau im falschen (oder richtigen) Moment die Hände weggezogen hat. Gezählt hat’s trotzdem, da waren der DJ und ich uns einig!

Gefeiert haben wir bis halb vier Uhr nachts. Um Mitternacht gab’s, ganz Ruhrpott-typisch, Currywurst, die die lieben Kellnerinnen aus einem Bauchladen verteilt haben. Es gab tatsächlich keine Spiele, weil die Stimmung so gut war, dass das nicht nötig war. Hat gut gepasst. Ganz ehrlich? Vertraut eurem DJ bei solchen Dingen. Er weiß im besten Falle Bescheid, weil’s ja nicht seine erste Hochzeit sein sollte.

Alle Gäste haben gesagt, dass die Party toll und das Essen fabelhaft war – das war für uns das größte Lob. Auch die Messe bzw. der Gottesdienst hat allen gut gefallen. Die Band, die für die Musik gesorgt hat, kam besonders gut an, weil alles so flott war und nicht so typisch tragend und langweilig.
Der Lieblingsmann und ich hatten ein paar wundervolle Tage und genießen jetzt noch ein paar freie Tage, bevor der Arbeitsalltag uns wieder bekommt.

Ein paar kleine Worte zu dem, was jetzt kommt: Am gestrigen Montag habe ich meinen neuen Personalausweis abgeholt, mit meinem neuen Namen. In meiner Gemeinde konnte ich den schon einen Monat vor der Hochzeit beantragen. Fragt dafür einfach mal bei eurem Standesamt nach. Am 21. haben wir einen Termin bei unserem Bankberater, weil wir dort ja auch alles ändern müssen. Ich bin jetzt über meinen Mann krankenversichert, das haben wir auch schon vorher geregelt. Die meisten Verträge laufen eh schon über meinen Mann. Die Änderung der Steuerklasse müssen wir noch klarmachen und ich muss die Namensänderung im Laufe der Woche noch der Uni und unserer Vermieterin weitergeben. Sonst passiert erstmal nicht viel. Meine Arbeit wird nächste Woche informiert.

In die Flitterwochen geht’s ja bekanntlich erst im Juni, dazu folgt dann entsprechend noch ein eigener Beitrag. Ich denke im Moment noch darüber nach, eine Top-5-Liste mit den wichtigsten Tipps, die ich für angehende Bräute habe, zusammenstellen.  Besteht da Interesse?
(Nein, zur Hochzeitsnacht sage ich nichts!) 😉

Es tut mir leid, dass dieser Beitrag sich so kurz fasst. Aber ich möchte eben ein paar Dinge privat halten. Wir sind auf jeden Fall beide sehr glücklich mit der Hochzeit und auch mit der Ehe.

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

Juchu, wir haben einen Trauspruch!

Am vergangenen Wochenende haben der Lieblingsmann und ich die Messe bzw. den Wortgottesdienst geplant.
Falls ich es noch nicht erwähnt hatte, wir heiraten kirchlich und zwar ökumenisch. Das heißt, dass ein katholischer Pfarrer den Wortgottesdienst leitet und ein evangelischer Pastor dabei ist. Der Lieblingsmann ist nämlich katholisch und ich bin evangelisch. Und obwohl wir beide nicht die größten Kirchgänger auf der Welt sind, ist es uns schon wichtig, kirchlich zu heiraten (Segen Gottes, Sakrament der Ehe, heiliger Bund und so…).

Bereits als wir im Pfarramt waren und den Termin gemacht haben, haben wir von der netten Frau dort ein Heft bekommen, mit Texten und Trausprüchen, um uns bei der Planung zu helfen.

Wir haben uns also zusammengesetzt und mit dem Halleluja (Liederbuch des Bistums Essen) Lieder ausgesucht. Meine Brautjungfer, die ja auch in der Kirchenband singt, hat uns schon Vorschläge gemacht und uns einen Ablauf einer ökumenischen Trauung rausgesucht. Wir sind also die Messe durchgegangen, vom Einzug über die Lesung, die Trauung bis hin zum Auszug und haben uns überlegt, welche Lieder wir zu welchem Anlass singen möchten (oder gesungen bekommen möchten).
Dabei muss man nicht nur Lieder aussuchen, sondern auch ’n Text für die Lesung, ein Evangelium, einen Trauspruch und Fürbitten. Also schon ’ne ganze Menge. Wenn man aber so ein harmonisches Paar ist, wie wir (hust, hust), dann findet man ganz schnell Texte für alle Anlässe – und sogar ein paar mehr. Die Lieder waren eher unser Problem. Wir können uns bis heute nicht auf einzelne Lieder einigen und wir hoffen jetzt, dass die Pastoren uns dabei helfen können, wenn wir das Traugespräch haben.

Apropos, für das Traugespräch brauchte ich übrigens eine Taufbescheinigung aus meiner Taufgemeinde. Die vom Lieblingsmann hat der Pfarrer, weil wir in seiner Taufgemeinde heiraten. Außerdem brauchen wir für’s Traugespräch eine Bestätigung vom Standesamt, dass die Eheschließung angemeldet ist (für die kirchliche Trauung dann die Heiratsurkunde) und unsere Personalausweise. Wahrscheinlich brauche ich später auch noch einen Ledigennachweis aus dem Einwohnermeldeamt, eben weil ich nicht katholisch und nicht in der Gemeinde beheimatet bin, in der wir heiraten wollen.

Man kann übrigens auch entscheiden, ob Freunde und Verwandte zum Beispiel die Lesung, das Evangelium oder die Fürbitten vortragen sollen. Bei den Fürbitten sind wir uns da hundertprozentig sicher, bei den anderen beiden Sachen haben wir uns noch nicht entschieden, wie’s sein soll. Wir sind sehr entscheidungsfreudig, ich weiß.

Ach ja, und falls ihr jetzt noch neugierig seid, was unser Trauspruch denn tatsächlich ist: Er ist aus dem Buch Rut 1,16. 😉

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

Die Hochzeit – ein Zwischenstand

Das hier wird jetzt ein etwas längerer Blogpost. Nehmt euch also einen Tee, ein paar Lebkuchen und lehtn euch zurück, denn es geht um meine Hochzeitsvorbereitungen!

Ich bin jetzt seit etwas über sieben Monaten verlobt, in etwas weniger als fünf Monaten steht also die Hochzeit an.
Zunächst standesamtlich und einen Tag später dann auch kirchlich. Und langsam steigt die Aufregung. Es sind keine 150 Tage mehr, bis ich nicht mehr Fräulein Ruhrpottperle bin, sondern Frau Lieblingsmann!! In meinem Alltag kriege ich gar nicht so mit, wie schnell die Zeit vergeht und was noch alles erledigt werden muss. Doch jedes Mal, wenn ich ein bisschen Zeit habe, im Hochzeitsforum nachzulesen, was bei anderen 2016er-Bräuten so los ist, erschrecke ich regelrecht, weil die Zeit quasi dahinrast!

Heute wollte ich euch mal einen kleinen Zwischenstand geben – was ist bereits erledigt und was passiert in nächster Zeit noch so? Was ist dringend, was hat Zeit bis nächstes Jahr (das ja auch schon in knapp zwei Monaten da ist!)?

1.Was ist schon erledigt?

Erledigt ist bereits einiges. Die Kirche ist reserviert, das Aufgebot beim Standesamt steht. Ich habe ein fantastisches Kleid mit Haarschmuck und Schuhen für die kirchliche Trauung. Der DJ ist gebucht und Hotelzimmer für die Gäste von weiter weg sind optioniert. Die Trauzeugen wissen von ihrem Glück und meine plant fleißig den JGA für mich. Ein Ringkissen liegt im Schrank und die Gästeliste steht im Prinzip auch schon. Das Design der Einladungen ist fertig (alles diy!) und ein Sektempfang organisiert. Die Kirchenband ist so gut wie sicher (das ok vom Pastor steht noch aus). Ich habe eine Frisörin und eine Visagistin und die Fotografin für’s After-Wedding-Shooting ist engagiert. Urlaub eingereicht für Hochzeit und Flitterwochen ist auch. Das klingt eigentlich schonmal alles ziemlich gut, oder?

2.Was muss noch gemacht werden?

Tja, jetzt kommt der Hammer. Der Lieblingsmann braucht noch einen oder zwei Anzüge, ich ein Kleid für’s Standesamt, samt Accessoires. Wir haben noch keine Ringe und ich weder Brautschmuck für die Kirche noch Unterwäsche für das Brautkleid. Wir haben noch kein Hochzeitsauto und die Flitterwochen sind auch noch nicht gebucht. Wir haben noch kein Restaurant für die standesamtliche Feier und noch keine Ahnung von Blumenschmuck. Wir müssen noch einen Tanzkurs besuchen und ich muss mir die Haare probestecken und mich probeschminken lassen. Wir müssen noch einen Termin mit der Location machen wegen der Planung des Caterings (Abendessen + Torte + Getränke) und der Deko. Das Traugespräch mit den beiden Pastoren steht auch noch aus und die finale Uhrzeit für die kirchliche Trauung muss noch festgelegt werden. Sonst können wir die Einladungen nämlich nicht zeitnah versenden. Wir haben noch kein Gästebuch und keine Kleider für Trauzeugin und Brautjungfer.

Und ich habe in der Aufzählung unter Garantie noch was vergessen. Einige Dinge müssen noch warten bis nächstes Jahr, zum Beispiel der Tanzkurs (sonst vergessen wir doch gleich alles wieder!). Andere Dinge gehen wir demnächst an, wie Ringe und Flitterwochen. Die Einladungen sollen jetzt auch zeitnah verschickt werden, sobald wir die finale Uhrzeit mit dem Pastor besprochen haben.

Bevor man wirklich eine eigene Hochzeit plant hat man keine Ahnung, was da alles auf einen zukommt. Was alles geplant werden will, was organisiert werden muss, was auch andere Leute planen wollen/sollen und so weiter und so fort. Es macht unheimlich viel Spaß und ist doch so anstrengend! 🙂
Neuigkeiten gibt’s jetzt wieder nächste Woche. Ich habe nämlich ab Morgen eine Woche Urlaub und wir haben einen Termin beim Juwelier und wollen auch im Reisebüro unseres Vertrauens mal vorbeischauen. Ende November bin ich mit meinen beiden Herzdamen verabredet und dann geht’s wieder mit einem Ruck weiter in Richtung Kleiderauswahl, Schmuck und so weiter!

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

kirchliche Trauung ahoi!

Und auf einmal geht es Schlag auf Schlag. Schneller als frau gucken kann, ist wieder eine große Last von den Schultern genommen und man ist einen großen Schritt weiter in Richtung Hochzeit.

Seit gestern haben wir einen Hochzeitstermin in unserer Wunschkirche und die endgültige Reservierung unserer Location.
Der Lieblingsmann hat, wie abgesprochen, mit unserem Pastor telefoniert. Natürlich sei der Termin noch frei, man plane eigentlich gar nicht so weit im Voraus, wir können ihn gern haben. Und die ökumenische Trauung? Kein Problem, wir mögen ihm doch bitte Kontaktdaten unseres evangelischen Pastors geben. (So schnell hab ich noch nie eine Mail geschrieben!!) Die Trauungen finden samstags immer um 15Uhr statt. Klingt gut, vielleicht kriegen wir ihn auch noch auf 14 oder 14:30Uhr runtergehandelt.

Nachdem der Lieblingsmann mich also informiert und ich die Mail an meinen Wunschpastor geschrieben hatte, habe ich bei unserem Hotel angerufen und dem netten Herrn mitgeteilt, dass ich die Reservierung gerne fix machen würde. Und das war mal wieder ein herrlicher Dialog!
Ich: „Hallo, ich habe für den 2. April 2016 eine Optionierung für meine Hochzeitsfeier.“
Er: „Ja, Frau Ruhrpottperle, richtig?“
Ich: „Ja, genau. Ich würde das gerne fix machen!“
Er: „Alles klar.“
Ich: „Okay.“
Er: „Soll ich Ihnen den Termin noch bestätigen?“
Ich: „Ja, bitte.“
Er: „Alles klar, mach ich. Gibt es sonst noch Fragen?“
Ich: „Im Moment nicht.“
Er: „Alles klar. Ansonsten, rufen Sie uns einfach an, lieber einmal zu viel als einmal zu wenig, wir geben immer gern Auskunft.“
Ich: „Vielen Dank.“
Er: „Da nicht für! Tschüss!“

Ich, verwirrt. Manche Dinge gehen so schnell und dann auch so reibungslos, dass ich nur noch geplättet dasitze.
Jetzt werde ich noch allen anderen Locations absagen und einen DJ engagieren sowie unserer Fotografin schreiben.
Und dann geht’s in den Urlaub. Ohne Hochzeitsfieber. Hamburg, London, entspannen. Und danach kann ich wieder voll durchstarten mit Brautkleidsuche!

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

kirchliche Trauung – wtf?!

Wer dachte, die Anmeldung zur standesamtlichen Trauung (oder klassischer: Das Bestellen des Aufgebots) wäre kompliziert, hatte wohl noch nie darüber nachgedacht, sich kirchlich trauen zu lassen.
Der Lieblingsmann und ich sind vergangene Woche beim Pfarramt seiner zuständigen Gemeinde gegangen, um uns einen Hochzeitstermin reservieren zu lassen.

– Pause für höhnisches Gelächter. –

Dazu ist zu sagen, dass er zwar katholisch ist und wir auch in einer katholischen Kirche heiraten wollen, ich allerdings evangelisch getauft und konfirmiert bin und wir daher noch einen (ganz bestimmten) evangelischen Pastor dabeihaben möchten, also eine ökumenische Trauung.

Im Pfarramt war eine sehr nette, aber doch etwas verwirrte und überforderte Dame, die uns ein so genanntes Eheprotokoll hat ausfüllen lassen. Also eigentlich nur mich, denn die Daten des Lieblingsmannes hatte sie ja bereits, da er zu dieser Gemeinde gehört.
Ob ich denn auch katholisch sei? Nein, evangelisch. Da gefror ihr dann das erste Mal das Lächeln auf dem Gesicht. Das passiert mir öfter, wenn ich Mitarbeitern in katholischen Gemeinden sage, dass ich evangelisch bin. Da bin ich dran gewöhnt. Aber unhöflich finde ich es immer noch. Nicht nur, dass ich ja nichts dafür kann, wie ich getauft bin, wir sind doch im Grunde alle Christen, oder?!
Meine Adresse wollte sie auch wissen. Sie sah mich an und fragte dann mit hochgezogenen Augebrauen, ob wir zusammen wohnen würden. Ja, tun wir. Wieder dieser missbilligende Blick.

In welchem Jahrhundert lebt diese Frau?!

Dann hat sie uns zwei Mal gefragt, ob wir denn in dieser Kirche heiraten wollen. Wollen wir nicht, sondern in einer anderen (schöneren) Kirche in der gleichen Großpfarrei. Ob wir denn sicher wären? JA!!! Na gut, dann faxt sie unser Eheprotokoll dem zuständigen Pfarrer und der setzt sich dann wegen des Termins und des Traugesprächs mit uns in Verbindung.

Das war vor knapp einer Woche. Bisher haben wir noch nichts von dem guten Mann gehört. Allerdings brauchen wir bis Mitte Mai eine feste Terminzusage für unseren Trauungstermin, damit wir die Location für die anschließende Feier fix machen können.
Übrigens: Ein Blogpost zu unserer Location-Suche kommt die Tage!

Ein weiteres Problem: Wir haben keine Ahnung, was wir alles brauchen, um kirchlich zu heiraten. Klar ist ein Auszug aus dem Taufregister, den man bei der Taufgemeinde bekommt, der aber nicht älter als sechs Monate sein darf. (Wann? Keine Ahnung!) Außerdem den Nachweis über die Anmeldung zur Eheschließung, bzw. bei der kirchlichen Trauung die Heiratsurkunde vom Standesamt. Und die Ringe. War’s das? Keine Ahnung. Ich hoffe, ein Telefonat demnächst mit dem Pfarrer (das sollte allerdings der Lieblingsmann führen) bringt Aufklärung.
Neuigkeiten zu diesem Thema gibt’s dann hoffentlich noch im Mai!

Bis dahin,
Prost,

die Ruhrpottperle!

Reizüberflutung

Dass eine Hochzeit nicht in drei Tagen geplant ist und man viele Dinge zu beachten hat, war mir ja schon länger klar. Und weil ich schon seit Jahren davon träume, den Lieblingsmann zu heiraten, habe ich online natürlich auch schon einiges recherchiert.
Aber meistens die netten Sachen, die hübschen Sachen. Wo man Einladungen bestellen kann, zum Beispiel. Oder welches Brautkleid welchen Schnitt hat und wie das genau heißt.

Seit meiner Verlobung vor gut einer Woche bin ich jetzt konkret dabei, wichtige Punkte abzuhaken: Datum der Hochzeit (oder mehrere, Standesamt, Polterabend, Kirche, JGA…), Ort(e) der Feier(n) und Budgetrahmen, um nur mal die drei wichtigsten zu nennen.
Und ich muss zugeben: Ich bin tierisch überfordert, habe sogar schon überlegt, mich in die erfahrenen Hände eines Hochzeitsplaners zu begeben.
Welche Unterlagen braucht man für die kirchliche Trauung, zumal einer von uns katholisch und einer evangelisch ist? Wieviel muss man für eine schöne Location hier im Ruhrgebiet bezahlen? Wie viele Menschen wollen wir überhaupt einladen, zu Standesamt und/oder Kirche? An welchen Tagen kann man in dem von uns favorisierten Standesamt überhaupt heiraten?
Diese und tausend andere Fragen haben sich mir in der letzten Woche gestellt. Und eins kann ich verraten: Bei der Kostenplanung hapert’s gewaltig. Dafür habe ich schon eine DJ-Agentur gefunden, die ich nicht schlecht finde sowie einige Brautmodengeschäfte, die ich besuchen will. 😉

In solchen Situationen sind Websites, die Planungshilfen, Checklisten und Foren anbieten, Gold wert. So ist zumindest meine (kurze) Erfahrung. Besonders gut finde ich das Portal www.braut.de, auf dem ich einige gute Tipps und weiterführende Links gefunden habe. Auch bin ich inzwischen im Forum angemeldet, und lese eifrig, wir andere Bräute Überforderung gemeistert haben.
Ein weiterer Link, den ich nicht vorenthalten will, ist der Blog www.liebe-zur-hochzeit.de, auf dem ein Paar über ihren Weg zur Hochzeit schreibt. Daumen hoch für Erfahrungsberichte!

Von der Idee, einen Hochzeitsplaner zu beauftragen, bin ich inzwischen wieder abgerückt. Wir haben ja auch Freunde, Familie und Trauzeugen, die uns helfen werden, alles zu organisieren! 🙂

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

P.S.: Oder sollte ich lieber Braut sagen? OHMEINGOOOOOOOTT, ich werde heiraten!!!