Lieblinge im Februar

Ich habe vor, die Lieblinge-Reihe endlich regelmäßig weiterzuführen und nicht dauernd Monate ausfallen zu lassen. Auch, wenn die Listen dann manchmal kürzer sind – aber trotdem kann ich (und ihr auch!) mich daran ein bisschen entlanghangeln. Der Februar fliegt, als kürzester Monat des Jahres, immer nur so an mir vorbei. Ich habe das Gefühl, kaum blinzle ich einmal, haben wir März. Und trotzdem mochte ich ein paar Dinge. Hier sind sie:

  • Das Album Advanced Chemistry von den Beginnern. Als Kind der 90er haben die (damals noch Absoluten) Beginner meine Kindheit musikalisch absolut geprägt. Auch über meine Jugend ist mir Jan Delay erhalten geblieben – ich mochte seine Musik immer. Vor einigen Monaten haben die Beginner ihr neuestes Album auf den Markt geworfen – das ich zunächst sträflichst vernachlässigt habe. Im Februar habe ich mir endlich mehr als nur Ahnma angehört und bin komplett begeistert. Vor allem die Tracks so schön und Kater sind wundervoll, aber auch der Rest ist total genial. Wie die Jungs mit Worten spielen und die krassesten Lines raushauen ist phänomenal. Ich höre das Album im Moment rauf und runter!
  • Dokumentationen angucken. Manchmal habe ich Zeiten, da schaue ich lieber Dokus als Filme. Im Moment ist wieder so eine Zeit. Ich liebe Dokus zu verschiedensten Themen. Im Februar waren es vor allem der Musiker Falco (der am 19.2. 60 Jahre geworden wäre), das Britische Königshaus (ich bin ein Fan der Royals, vor allem seit König George dem VI., also dem Vater der Queen) sowie Flugzeuge und Züge. Letztere beiden Themen befriedigen mein Fernweh. Ich liebe es, mir gut recherchierte Dokus und Reportagen sowohl im Fernsehen als auch auf YouTube anzusehen. Auf YouTube habe ich eine ganze Doku-Playlist!
  • Meine Arbeit. Das klingt mega kitschig, ist aber wahr. Ich habe mich lange nicht mehr so wohl in meinem beruflichen Umfeld gefühlt, wie jetzt. Die Selbstständigkeit war zu 100% die richtige Entscheidung, wenn man sich meinen aktuellen Gemütszustand ansieht. Obwohl ich verdammt viel gearbeitet habe (um genau zu sein, habe ich fast nichts anderes getan!) und natürlich auch ein paar Sorgenkinder habe, bin ich weder gestresst noch gereizt, sondern habe gute Laune und bin entspannt. Meine Arbeit macht mir Spaß, ich tue, was ich liebe und kann mich ziemlich frei entfalten. Es ist toll, ganz ehrlich.
  • Das Album failsafe:entropy von Tell You What Now. Die Band habe ich euch ja schon das ein oder andere Mal vorgestellt, zu finden hier, aber am 24. Februar ist offiziell ihr neues Album erschienen. Bei der startnext-Kampagne habe ich es mir nicht nehmen lassen, eine signierte CD zu erwerben, die bereits am 21. Februar bei mir ankam. Seitdem höre ich das Album rauf und runter. Ich stehe auf Metal, es macht mir unfassbar viel Spaß und gerade diese CD ist der Hammer! Wer sich die Band oder das Album noch nicht gegeben hat, sollte dies dringend nachholen!!

Hm, viel Musik mal wieder. Aber ich steh eben auf gute Musik. Was mochten meine Leser im Februar? Tell me!

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

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#BackToTheRoots: Von musikalischen Wurzeln

Ich möchte auf dem Ruhrpottblog eine neue Reihe starten: #BackToTheRoots. Hier soll es um Nostalgie gehen, um meine Wurzeln, um jedes Mal, wenn ich mich nostalgisch fühle. Wahrscheinlich werden die Beiträge zu dieser Kategorie unregelmäßig kommen, aber sie werden immer mit dem supercoolen Hashtag getaggt sein. 😉
Diese Reihe ist natürlich auch für meine verehrte Leserschaft: Zum in-Erinnerungen-schwelgen, zum nostalgisch-werden, zum teilen!

Inspiriert zum heutigen Beitrag hat mich übrigens ein Tweet, in dem gesagt wurde, dass viele YouTuber (z. B. Felix von Fewjar und Flo von den CuBrids) früher Metaller waren und heute „ausnahmslos“ Hipster seien. Außerdem hat mich eine gewisse Vorfreude auf das Album von Tell You What Now (und das damit verbundene Konzert in Berlin am 25.2.2017) gepackt. Also, gesetzt den Fall, die Crowdfunding-Kampagne auf http://www.startnext.com ist erfolgreich. (Kleine Schleichwerbung? Check).

Heute also Musik. Ich habe ja schon öfter, gerade in letzter Zeit, über Musik gebloggt. Seit heute ist das ganze auch in einer eigenen Kategorie zu finden. Und heute soll es eben genau darum gehen: Musik, die ich schon immer liebe. Musik, mit der ich „groß“ geworden bin (jaja, 1,60m ist nicht groß, ich weiß…). Musik, die mich geprägt hat.
Einige haben ja vielleicht in meinem letzten Beitrag gelesen, dass ich – ÜBERRASCHUNG – auch Metal geil finde. Und – nochmal ÜBERRASCHUNG – eigentlich ist das auch gar nichts so Überraschendes. Also für mich. Eine der ersten Musikrichtungen, mit der ich nähere Berührungspunkte hatte, ist der Metal. Das hat vor allem mit meiner Mutter zu tun, die mir, im zarten Alter von acht Jahren, nicht nur das berühmt-berüchtigte Schlaflied der besten Band der Welt (wer nicht weiß, wovon ich rede: Schämt euch!!) näher gebracht hat, sondern auch das Album Sehnsucht der Band Rammstein. Im speziellen hier das eher ruhige Lied Engel.
Und da Rammstein ihren Musikstil selbst als „Tanzmetall“ bezeichnen, muss die Band hier wohl als Ausgangspunkt meiner Liebe für „härtere“ Musik gesehen werden. Natürlich gehören da auch die Ärzte zu (danke Mutter), die aber eher in den Punk einzuordnen sind. Meine Lieblingslieder dieser Band stammen übrigens allesamt vom Album Debil, das einige Zeit auf dem Index war. Wenn das mal nichts über mich und mein krankes Hirn aussagt…

Aber nochmal zurück zu Rammstein. Das Album Sehnsucht gehört mit Abstand zu meinen Lieblingsalben of all time. Erst vor einigen Jahren habe ich tatsächlich die Bedeutung, die Interpretation, einiger Lieder begriffen. Dafür schäme ich mich ja heute schon ein bisschen. Aber wie soll eine acht-Jährige auch verstehen, worum es zum Beispiel in dem Song Klavier geht?? Kleiner Spoiler: Schön isses nich‘!
Auf jeden Fall hat mich diese Musik dann bis zu meinem etwa vierzehnten Lebensjahr begleitet. Danach natürlich auch noch, ich liebe diese Musik auch heute noch. Aber, durch diverse Menschen, die mein Leben etwa zu dieser Zeit begleitet haben, kam dann noch ein bisschen was anderes dazu. Meine erste nicht-deutschsprachige Metal-Band war, Klassiker (wie könnte es auch anders sein), Metallica. Von dieser Band ist auch mein absoluter Lieblingssong of all time. Egal, was es Neues gibt, was gerade in ist, der hotteste Shit, ich liebe diesen einen Song. Wer wissen möchte, welcher Song es ist, der klicke auf den Link (oder rate in den Kommentaren)! Kleiner Tipp: Der Song ist auf dem Black Album. Zweiter kleiner Tipp: Ich habe auf meiner Hochzeit dazu getanzt.
Generell gehört auch dieses Album zu meinen all time favourites. Metallica gehört bis heute zu meinen Lieblingsbands.
Ich kann übrigens auch headbangen. Ja, darauf bin ich stolz, das ist ein Skill.

Doch natürlich hat mich nicht nur der Metal in meiner Jugend geprägt. Ich bin in dieser Zeit auch Fan des Mittelalter-Folks geworden. Der Dank gebührt hier meinem Ex-Freund und seinem damaligen besten Freund. Auch wenn ich dem Ex sonst nicht sonderlich viel zu verdanken habe, meinen Musikgeschmack hat er durchaus positiv beeinflusst.
Eine ganz besonders coole Band, die ich bis heute verdammt gerne mag (und noch einige Songs mitsingen und teilweise sogar auswendig kann), ist Schandmaul. Eines meiner Lieblingslieder dieser Band ist Teufelsweib. Ich hatte zu jener Zeit sogar ein T-Shirt mit diesem Ausdruck. Wer nicht weiß, was ein Teufelsweib ist, der möge sich das Lied anhören. Und wenn er es dann immer noch nicht weiß, dann: Glückwunsch, du bist durch und durch rein und wirst in den Himmel kommen.
Ich war in meinem Leben nicht auf vielen Konzerten „großer“ Bands, aber Schandmaul habe ich live gesehen. Und es war richtig, richtig geil!
Eine weitere Band, die ich in diesem Bereich sehr gerne mag, ist Subway to sally, hier im besonderen die Lieder Kleid aus Rosen und Wenn Engel hassen. Hier habe ich bei YouTube leider keine brauchbaren Versionen gefunden. Gibt es aber bestimmt irgendwo im World wide web. Wer mir einen Link schicken möchte: Nur zu!

So viel zu meiner Jugend. (Als wäre das schon ewig her…) In den letzten zehn Jahren sind natürlich noch weitere Bands, Genres und Musikstile dazugekommen. Einer ganz besonders lieben Freundin habe ich zum Beispiel Oi und noch mehr Punk (unter anderem die toten Hosen, denn ja, man kann beides mögen!) zu verdanken.
Aber ich bin der Überzeugung, nichts prägt einen Menschen musikalisch so sehr, wie die Kindheit und Jugend. Ich denke immer mal wieder gern an diese Zeit zurück und höre auch heute noch gern die Musik, die mich damals geprägt hat.

So, jetzt ist Zeit, nostalgisch zu werden. Meine Frage ist jetzt: Was ist noch interessant, worüber soll ich noch erzählen? Woran denkt ihr gerne zurück, was macht euch nostalgisch? Schreibt mir!

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

Mal wieder etwas Musik

Ihr wisst ja, dass ich Musik liebe. Ich höre Musik praktisch immer. Unterwegs, zu Hause, im Urlaub. Und es gibt wenig Musik, die ich so richtig scheiße finde, dafür umso mehr, die ich ganz wundervoll finde. In letzter Zeit habe ich einiges an ganz tollen Künstlern und Bands entdeckt und diese (für mich) neuen Schätze möchte ich euch auf gar keinen Fall vorenthalten! Deshalb also hier, meine Neuentdeckungen im Bereich Musik:

FewJar. Zwei Jungs aus Berlin, die seit 2009 zusammen musizieren. Sie machen vielstilige Musik, mit komplexen Soundstrukturen aber eingängien Melodien – sie nennen das ganze Polygenre. (Quelle: https://www.youtube.com/user/Fewjar/about) Aufmerksam geworden bin ich auf Felix (Few) und Jako (Jar) durch ihre Single Polemonium und das Album AFewSides, das 2013 erschienen ist. Das Album habe ich mir dann natürlich sofort auf iTunes besorgt und höre es seitdem rauf und runter. Ich bin ein großer Fan der Musik und könnte spontan kein Lieblingslied auf der Platte benennen. Ist es S.P.A.M.? Oder Chalkbird? Oder Gluttony? Oder Risen to a flood? Keine Ahnung, sie sind alle großartig. Im Laufe dieses Jahres haben sie die EP Indigo veröffentlicht, die es unter anderem auch auf Deezer zu hören gibt. Dort höre ich mir die Scheibe derzeit an.
Am 27.10. soll das neue Album der Jungs erscheinen – ich bin schon sehr gespannt! LO, der einzige bisher veröffentlichte Track der Platte, ist schon wieder ganz hervorragend!

Tommy Blackout. Ein Rapper, der auch auf S.P.A.M. von FewJar dabei ist. Daher kenne ich ihn und seine Musik. Ich habe dann mal bei ihm reingehört – und was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Eigentlich, muss ich gestehen, stehe ich nicht sonderlich auf Rap und Hip Hop. Aber es gibt Ausnahmen – Niklas a.k.a. Tommy Blackout gehört definitiv dazu. Ich möchte gar nicht zu viel vorab verraten, hört euch seine Mucke einfach mal an und bildet euch selbst ein Urteil. Er macht nicht nur allein Musik, genauso wenig wie die FewJar-Jungs. Auch mit dem Rapper miirtek hat er zusammen Musik gemacht, die man sich, meiner Ansicht nach, nicht entgehen lassen sollte.

Mhokomo. Das klingt erstmal merkwürdig, macht aber gleich Sinn: Das Jar von FewJar hat in den letzten Monaten an einem weiteren Projekt gearbeitet. Mit dem wundervollen André Moghimi hat er das Projekt Mhokomo gestartet. Die Platte der beiden, you’re here, ist vor kurzem erschienen und auch auf Deezer zu hören. Ich bin sehr begeistert von diesem Projekt und hoffe, in Zukunft noch mehr von diesem Duo zu hören.
Übrigens ist auch das Few von FewJar nich untätig gewesen – er arbeitet an einem Soloprojekt mit dem wunderbaren Namen DNZR (nach Denzer, Felix‘ Nachnamen), auf das wir sehr gespannt sein dürfen!

Tell You What Now. Abgekürzt TYWN, handelt es sich hier um eine Metal-Band, in der der Sänger des Tracks Polemonium (von FewJar, genau), Max Krüger alias Frodoapparat, singt. Erst am vergangenen Wochenende ist das neueste Musikvideo der Band, Painkiller, erschienen. Ich bin ein großer Fan, obwohl ich bisher leider noch überraschend wenig von TYWN gehört habe.

Was ich an diesen Künstlern, neben der Musik, ganz besonders toll finde, ist, dass sie ihre „Fans“, ihre Zuhörer, mitnehmen hinter die Kulissen. Sie gewähren Einblicke in die Dreharbeiten zu Musikvideos, in den Prozess des Songwriting und alles drumherum. FewJar zum Beispiel bedrucken ihren gesamten Merch selbst – auch dazu gibt es Videos. Und weil alle diese tollen Musiker auch auf YouTube aktiv sind, habe ich euch eine kleine Playlist mit meinen liebsten Tracks (die auch auf YouTube sind) zusammengestellt. Ihr könnt euch also HIER meine neuen Musik-Empfehlungen reinziehen:

So, und wer jetzt immer noch nicht genug hat, dem sei wärmstens der Zweitkanal der FewJar-Jungs ans Herz gelegt, Sorgenschall. Dort ist es zwar derzeit relativ still, aber sie haben in ihrem Format Nackenklatsch und Plattenhass (der Dank gebührt an dieser Stelle deChangeman) ihr eigenes Werk reviewed.

Ich weiß, das waren keine tiefschürfenden Analysen der Musik und der Texte dieser Künstler. Aber, und das sagen auch FewJar selbst, jeder soll in ihre Musik hineininterpretieren, was er oder sie für richtig erachtet. Deshalb werde ich mir an dieser Stelle nicht das Recht herausnehmen, ihre Musik für euch zu interpretieren. Ich selbst habe natürlich Lieder, die für mich die eine oder andere ganz bestimmte Bedeutung haben und ich hoffe, dass ihr in der Musik auch etwas derartiges findet. Aber ich stimme Jakob und Felix da zu: Jeder sollte für sich die Bedeutung finden.
Hört also einfach mal rein, schaut euch die Videos an und erzählt mir gerne, wie ihr die Musik findet.

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!