#BackToTheRoots: Von musikalischen Wurzeln

Ich möchte auf dem Ruhrpottblog eine neue Reihe starten: #BackToTheRoots. Hier soll es um Nostalgie gehen, um meine Wurzeln, um jedes Mal, wenn ich mich nostalgisch fühle. Wahrscheinlich werden die Beiträge zu dieser Kategorie unregelmäßig kommen, aber sie werden immer mit dem supercoolen Hashtag getaggt sein. 😉
Diese Reihe ist natürlich auch für meine verehrte Leserschaft: Zum in-Erinnerungen-schwelgen, zum nostalgisch-werden, zum teilen!

Inspiriert zum heutigen Beitrag hat mich übrigens ein Tweet, in dem gesagt wurde, dass viele YouTuber (z. B. Felix von Fewjar und Flo von den CuBrids) früher Metaller waren und heute „ausnahmslos“ Hipster seien. Außerdem hat mich eine gewisse Vorfreude auf das Album von Tell You What Now (und das damit verbundene Konzert in Berlin am 25.2.2017) gepackt. Also, gesetzt den Fall, die Crowdfunding-Kampagne auf http://www.startnext.com ist erfolgreich. (Kleine Schleichwerbung? Check).

Heute also Musik. Ich habe ja schon öfter, gerade in letzter Zeit, über Musik gebloggt. Seit heute ist das ganze auch in einer eigenen Kategorie zu finden. Und heute soll es eben genau darum gehen: Musik, die ich schon immer liebe. Musik, mit der ich „groß“ geworden bin (jaja, 1,60m ist nicht groß, ich weiß…). Musik, die mich geprägt hat.
Einige haben ja vielleicht in meinem letzten Beitrag gelesen, dass ich – ÜBERRASCHUNG – auch Metal geil finde. Und – nochmal ÜBERRASCHUNG – eigentlich ist das auch gar nichts so Überraschendes. Also für mich. Eine der ersten Musikrichtungen, mit der ich nähere Berührungspunkte hatte, ist der Metal. Das hat vor allem mit meiner Mutter zu tun, die mir, im zarten Alter von acht Jahren, nicht nur das berühmt-berüchtigte Schlaflied der besten Band der Welt (wer nicht weiß, wovon ich rede: Schämt euch!!) näher gebracht hat, sondern auch das Album Sehnsucht der Band Rammstein. Im speziellen hier das eher ruhige Lied Engel.
Und da Rammstein ihren Musikstil selbst als „Tanzmetall“ bezeichnen, muss die Band hier wohl als Ausgangspunkt meiner Liebe für „härtere“ Musik gesehen werden. Natürlich gehören da auch die Ärzte zu (danke Mutter), die aber eher in den Punk einzuordnen sind. Meine Lieblingslieder dieser Band stammen übrigens allesamt vom Album Debil, das einige Zeit auf dem Index war. Wenn das mal nichts über mich und mein krankes Hirn aussagt…

Aber nochmal zurück zu Rammstein. Das Album Sehnsucht gehört mit Abstand zu meinen Lieblingsalben of all time. Erst vor einigen Jahren habe ich tatsächlich die Bedeutung, die Interpretation, einiger Lieder begriffen. Dafür schäme ich mich ja heute schon ein bisschen. Aber wie soll eine acht-Jährige auch verstehen, worum es zum Beispiel in dem Song Klavier geht?? Kleiner Spoiler: Schön isses nich‘!
Auf jeden Fall hat mich diese Musik dann bis zu meinem etwa vierzehnten Lebensjahr begleitet. Danach natürlich auch noch, ich liebe diese Musik auch heute noch. Aber, durch diverse Menschen, die mein Leben etwa zu dieser Zeit begleitet haben, kam dann noch ein bisschen was anderes dazu. Meine erste nicht-deutschsprachige Metal-Band war, Klassiker (wie könnte es auch anders sein), Metallica. Von dieser Band ist auch mein absoluter Lieblingssong of all time. Egal, was es Neues gibt, was gerade in ist, der hotteste Shit, ich liebe diesen einen Song. Wer wissen möchte, welcher Song es ist, der klicke auf den Link (oder rate in den Kommentaren)! Kleiner Tipp: Der Song ist auf dem Black Album. Zweiter kleiner Tipp: Ich habe auf meiner Hochzeit dazu getanzt.
Generell gehört auch dieses Album zu meinen all time favourites. Metallica gehört bis heute zu meinen Lieblingsbands.
Ich kann übrigens auch headbangen. Ja, darauf bin ich stolz, das ist ein Skill.

Doch natürlich hat mich nicht nur der Metal in meiner Jugend geprägt. Ich bin in dieser Zeit auch Fan des Mittelalter-Folks geworden. Der Dank gebührt hier meinem Ex-Freund und seinem damaligen besten Freund. Auch wenn ich dem Ex sonst nicht sonderlich viel zu verdanken habe, meinen Musikgeschmack hat er durchaus positiv beeinflusst.
Eine ganz besonders coole Band, die ich bis heute verdammt gerne mag (und noch einige Songs mitsingen und teilweise sogar auswendig kann), ist Schandmaul. Eines meiner Lieblingslieder dieser Band ist Teufelsweib. Ich hatte zu jener Zeit sogar ein T-Shirt mit diesem Ausdruck. Wer nicht weiß, was ein Teufelsweib ist, der möge sich das Lied anhören. Und wenn er es dann immer noch nicht weiß, dann: Glückwunsch, du bist durch und durch rein und wirst in den Himmel kommen.
Ich war in meinem Leben nicht auf vielen Konzerten „großer“ Bands, aber Schandmaul habe ich live gesehen. Und es war richtig, richtig geil!
Eine weitere Band, die ich in diesem Bereich sehr gerne mag, ist Subway to sally, hier im besonderen die Lieder Kleid aus Rosen und Wenn Engel hassen. Hier habe ich bei YouTube leider keine brauchbaren Versionen gefunden. Gibt es aber bestimmt irgendwo im World wide web. Wer mir einen Link schicken möchte: Nur zu!

So viel zu meiner Jugend. (Als wäre das schon ewig her…) In den letzten zehn Jahren sind natürlich noch weitere Bands, Genres und Musikstile dazugekommen. Einer ganz besonders lieben Freundin habe ich zum Beispiel Oi und noch mehr Punk (unter anderem die toten Hosen, denn ja, man kann beides mögen!) zu verdanken.
Aber ich bin der Überzeugung, nichts prägt einen Menschen musikalisch so sehr, wie die Kindheit und Jugend. Ich denke immer mal wieder gern an diese Zeit zurück und höre auch heute noch gern die Musik, die mich damals geprägt hat.

So, jetzt ist Zeit, nostalgisch zu werden. Meine Frage ist jetzt: Was ist noch interessant, worüber soll ich noch erzählen? Woran denkt ihr gerne zurück, was macht euch nostalgisch? Schreibt mir!

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

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Werbung für ’ne gute Sache

Heute muss ich noch einmal ein bisschen Werbung im Bereich der Musik machen. Aber keine Angst, ab nächste Woche geht’s wieder back to topic (was auch immer das Topic war!).

Ich möchte an dieser die Werbetrommel rühren für eine ziemlich geile Berliner Band: Tell You What Now. Ja, wenn ihr die letzten Beiträge hier gelesen habt, ist euch der Name der Band wahrscheinlich ein Begriff. Tell You What Now (kurz: TYWN) sind fünf Berliner Jungs, die derzeit an ihrem zweiten Album arbeiten.

Sie machen schicken Metal und sind echt richtig richtig gut in dem, was sie tun. Hier mal eine Playlist von ihrem YouTube-Kanal:

Ich finde die Musik echt richtig gut und freue mich jetzt schon wie Bolle auf das neue Album (das erst im Februar 2017 kommen soll). Jetzt haben die Jungs nur ein Problem: Sie brauchen Kohle, um das Album mitsamt CDs, Vinyl, Merch und Tour finanzieren zu können. Mehr als 10.000€ sind nötig, um das Projekt zu realisieren.
Und dafür brauchen sie die Hilfe ihrer Fans, ihrer Community. Aus diesem Grund gibt es eine Crowdfunding-Kampagne auf http://www.startnext.com, bei der jeder und jede von uns spenden kann.

Die Spendensumme ist dabei ganz jedem einzelnen überlassen. Es gibt auch die Möglichkeit, sich ein nices kleines Dankeschön auszusuchen (z. B. eine signierte CD oder Karten für ein Konzert). Wenn ich mal eben 800€ übrig hätte, würde ich die Jungs auch für einen exklusiven Gig nach Essen holen. Ich hab‘ nämlich nachgeschaut: Zwischen Berlin und Essen liegen 527km, also weniger als 800. 😉

Nein, aber mal Spaß beiseite. Ich finde dieses Projekt geil und möchte die Band gern unterstützen. Daher habe ich mich selbst am Crowdfunding beteiligt. Ich würde mir nun wünschen, dass ihr mal reinhört in die Mucke der Band und vielleicht auch ein paar Euronen übrig habt, um sie zu unterstützen. Das Ding ist nämlich: Die Kampagne läuft nur noch 12 Tage, es fehlen aber noch über 5.000€ bis zum Funding-Ziel. Und der Haken ist der, dass die Band nichts bekommt, wenn das Ziel nicht erreicht wurde. Du als Spender bekommst dann zwar deine Kohle wieder, aber irgendwie ist das ja trotzdem nicht der gewünschte Effekt. Deshalb bitte ich euch von ganzem Herzen: Schaut mal, ob ihr das zweite Album von TYWN unterstützen wollt und dann, nichts wie ran! 😀

Hier noch der direkte Link zu der StartNext-Kampagne: https://www.startnext.com/tywn

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!

P.S.: Ja, ich weiß, dass in Afrika Kinder sterben und in Syrien Krieg herrscht. Und ja, es gibt bestimmt noch tausend weitere Dinge, für die man spenden sollte. Aber jeder soll doch bitte mit seinem hart verdienten Geld das machen, was er will, nicht wahr?

Mal wieder etwas Musik

Ihr wisst ja, dass ich Musik liebe. Ich höre Musik praktisch immer. Unterwegs, zu Hause, im Urlaub. Und es gibt wenig Musik, die ich so richtig scheiße finde, dafür umso mehr, die ich ganz wundervoll finde. In letzter Zeit habe ich einiges an ganz tollen Künstlern und Bands entdeckt und diese (für mich) neuen Schätze möchte ich euch auf gar keinen Fall vorenthalten! Deshalb also hier, meine Neuentdeckungen im Bereich Musik:

FewJar. Zwei Jungs aus Berlin, die seit 2009 zusammen musizieren. Sie machen vielstilige Musik, mit komplexen Soundstrukturen aber eingängien Melodien – sie nennen das ganze Polygenre. (Quelle: https://www.youtube.com/user/Fewjar/about) Aufmerksam geworden bin ich auf Felix (Few) und Jako (Jar) durch ihre Single Polemonium und das Album AFewSides, das 2013 erschienen ist. Das Album habe ich mir dann natürlich sofort auf iTunes besorgt und höre es seitdem rauf und runter. Ich bin ein großer Fan der Musik und könnte spontan kein Lieblingslied auf der Platte benennen. Ist es S.P.A.M.? Oder Chalkbird? Oder Gluttony? Oder Risen to a flood? Keine Ahnung, sie sind alle großartig. Im Laufe dieses Jahres haben sie die EP Indigo veröffentlicht, die es unter anderem auch auf Deezer zu hören gibt. Dort höre ich mir die Scheibe derzeit an.
Am 27.10. soll das neue Album der Jungs erscheinen – ich bin schon sehr gespannt! LO, der einzige bisher veröffentlichte Track der Platte, ist schon wieder ganz hervorragend!

Tommy Blackout. Ein Rapper, der auch auf S.P.A.M. von FewJar dabei ist. Daher kenne ich ihn und seine Musik. Ich habe dann mal bei ihm reingehört – und was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Eigentlich, muss ich gestehen, stehe ich nicht sonderlich auf Rap und Hip Hop. Aber es gibt Ausnahmen – Niklas a.k.a. Tommy Blackout gehört definitiv dazu. Ich möchte gar nicht zu viel vorab verraten, hört euch seine Mucke einfach mal an und bildet euch selbst ein Urteil. Er macht nicht nur allein Musik, genauso wenig wie die FewJar-Jungs. Auch mit dem Rapper miirtek hat er zusammen Musik gemacht, die man sich, meiner Ansicht nach, nicht entgehen lassen sollte.

Mhokomo. Das klingt erstmal merkwürdig, macht aber gleich Sinn: Das Jar von FewJar hat in den letzten Monaten an einem weiteren Projekt gearbeitet. Mit dem wundervollen André Moghimi hat er das Projekt Mhokomo gestartet. Die Platte der beiden, you’re here, ist vor kurzem erschienen und auch auf Deezer zu hören. Ich bin sehr begeistert von diesem Projekt und hoffe, in Zukunft noch mehr von diesem Duo zu hören.
Übrigens ist auch das Few von FewJar nich untätig gewesen – er arbeitet an einem Soloprojekt mit dem wunderbaren Namen DNZR (nach Denzer, Felix‘ Nachnamen), auf das wir sehr gespannt sein dürfen!

Tell You What Now. Abgekürzt TYWN, handelt es sich hier um eine Metal-Band, in der der Sänger des Tracks Polemonium (von FewJar, genau), Max Krüger alias Frodoapparat, singt. Erst am vergangenen Wochenende ist das neueste Musikvideo der Band, Painkiller, erschienen. Ich bin ein großer Fan, obwohl ich bisher leider noch überraschend wenig von TYWN gehört habe.

Was ich an diesen Künstlern, neben der Musik, ganz besonders toll finde, ist, dass sie ihre „Fans“, ihre Zuhörer, mitnehmen hinter die Kulissen. Sie gewähren Einblicke in die Dreharbeiten zu Musikvideos, in den Prozess des Songwriting und alles drumherum. FewJar zum Beispiel bedrucken ihren gesamten Merch selbst – auch dazu gibt es Videos. Und weil alle diese tollen Musiker auch auf YouTube aktiv sind, habe ich euch eine kleine Playlist mit meinen liebsten Tracks (die auch auf YouTube sind) zusammengestellt. Ihr könnt euch also HIER meine neuen Musik-Empfehlungen reinziehen:

So, und wer jetzt immer noch nicht genug hat, dem sei wärmstens der Zweitkanal der FewJar-Jungs ans Herz gelegt, Sorgenschall. Dort ist es zwar derzeit relativ still, aber sie haben in ihrem Format Nackenklatsch und Plattenhass (der Dank gebührt an dieser Stelle deChangeman) ihr eigenes Werk reviewed.

Ich weiß, das waren keine tiefschürfenden Analysen der Musik und der Texte dieser Künstler. Aber, und das sagen auch FewJar selbst, jeder soll in ihre Musik hineininterpretieren, was er oder sie für richtig erachtet. Deshalb werde ich mir an dieser Stelle nicht das Recht herausnehmen, ihre Musik für euch zu interpretieren. Ich selbst habe natürlich Lieder, die für mich die eine oder andere ganz bestimmte Bedeutung haben und ich hoffe, dass ihr in der Musik auch etwas derartiges findet. Aber ich stimme Jakob und Felix da zu: Jeder sollte für sich die Bedeutung finden.
Hört also einfach mal rein, schaut euch die Videos an und erzählt mir gerne, wie ihr die Musik findet.

In diesem Sinne,
Prost,

die Ruhrpottperle!